Preisverleihung "Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden"

Birkland und Oderding erfolgreich

+
Die Delegationen aus Birkland und Oderding. Die beiden Dörfer gewannen die Silber- beziehungsweise Bronzemedaille sowie Sonderpreise.

Weilheim – Es ist der olympische Gedanke, der beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ im Vordergrund steht.

Peitings Vizebürgermeister Franz Seidel (Bürgervereinigung Peiting) drückte es so aus: „Nicht die Platzierung ist erstrangig, sondern die Teilnahme.“ Der Peitinger Ortsteil Birkland sowie das zu Polling gehörende Oderding haben sich aufgemacht und am Wochenende den Lohn für ihre Mühen in Empfang nehmen können. In der Weilheimer Stadthalle wurden insgesamt sieben beim Bezirksentscheid erfolgreiche Dörfer geehrt. 

Birkland bekam in der Weil­heimer Stadthalle die Silbermedaille verliehen. Außerdem erhielt der Ort den Sonderpreis des Bayerischen Bauernverbands (Bezirksverband Oberbayern) für „die beispielhafte Landwirtschaft als tragendes Element in Dorf und Natur“. Oderding sicherte sich ebenfalls einen Platz auf dem „Stockerl“ und gewann die Bronzemedaille. 

Zudem wurde dem Pollinger Ortsteil der Sonderpreis des Bayerischen Gemeindetags, Bezirksverband Oberbayern, zuerkannt. Und zwar für „das Erhalten und Entwickeln des gemeindlichen Dorfangers“. Der Sonderpreis sei für Oderding „überraschend“ gekommen, sagte Pollings Zweiter Bürgermeister Martin Pape (CSU). Die Oderdinger wollen sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Die Auszeichnung sei Ansporn weiterzumachen, betonte Pape. Weitere Projekte seien zum Beispiel ein Wassertretbecken am Bach sowie Ruhebänke. 

Peitings Vizebürgermeister Seidel freute sich besonders über den Sonderpreis des Bauernverbands. Die Landwirtschaft sei für die Gemeinde „ganz wichtig“. Seidel kann nur jeder Gemeinde empfehlen, beim Wettbewerb mitzumachen. „Allein die Teilnahme bringt dem Ort wahnsinnig viel.“

Im Rahmen des Festakts wurde auch Kritik laut. Vizelandrat Karl-Heinz Grehl (Grüne) bedauerte, dass in manchen Dörfern Wohn- und Gewerbegebiete „wie Krebsgeschwüre“ wuchern. Es gelte zusammenzuhalten und „dafür zu sorgen, dass unsere Dörfer Dörfer bleiben“. 

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand (CSU) ist das Problem bekannt: „Der Discounter am Ortsrand kann nicht überall die Lösung sein“, stellte er fest. Allerdings seien es oft genug die Bürger, die einen solchen fordern. „Diesen Kampf erlebe ich jede Woche“, sagte Hillenbrand. 

Im Vordergrund standen freilich die Mühen, die die Dörfer im Rahmen des Wettbewerbs auf sich nahmen. „Alle haben sich enorm ins Zeug gelegt, um vor der Kommission zu bestehen“, unterstrich Grehl. „Großer Respekt und ein dickes Lob.“ Hillenbrand sagte, die Medaillen seien „Verdienstorden für die Dörfer“.

Die Festansprache hielt Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU). „Der Wettbewerb schärft das Bewusstsein für die eigenen Werte im Dorf, zeigt aber auch Schwachstellen auf und regt zu einer Weiterentwicklung an.“ Außerdem motiviere er die Menschen, selbst in und für ihren Lebensraum tätig zu werden. „Oder anders ausgedrückt: Er bewegt die Menschen zur Eigeninitiative.“ 

Wie etwa in Böbing, das 2013 auf Bundesebene die Silbermedaille errang. „Bei diesem Wettbewerb gibt es keine Verlierer“, betonte Bürgermeister Peter Erhard (CSU). Die Goldmedaille errangen übrigens zwei Orte aus dem Landkreis Rosenheim: Hirnsberg und Schönau.

Von Roland Lory

Auch interessant

Meistgelesen

31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
Oberstadtlerfest in Bildern
Oberstadtlerfest in Bildern
"Der Tiger" ist wieder zu Hause
"Der Tiger" ist wieder zu Hause
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare