LTG 61 unter neuem Kommando

Christian Leitges wird zukünftig als neuer Kommodore das Lufttransportgeschwader (LTG) 61 leiten. Der Oberstleutnant hat das Kommando am Freitag von seinem Vorgänger Oberst Ludger Bette übernommen. Bei der Kommandoübergabe betonte Leitges die Bedeutung des Standortes Landsberg innerhalb der Luftwaffe.

Der 43-Jährige, in Recklinghausen geboren, absolvierte in Fürstenfeldbruck seine Ausbildung zum Offizier. In Bayern blieb er auch zum Studium – Informatik an der Bundeswehr-Universität in München – bevor er an der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa in Bremen zum Transportflieger ausgebildet wurde. Zuletzt war Leitges Adjutant des stellvertretenden Inspekteurs der Luftwaffe in Bonn. Den neuen und den früheren Kommodore verbinden die gemeinsame „fliegerische“ Vergangenheit beim LTG 62 in Wunstorf. Zudem kommt Oberstleutnant Leitges gerade aus Rom von einem Lehrgang der Nato. Der 48-jährige Bette geht von Penzing aus ebenfalls nach Rom, ans Nato-Defense-College, und wird in sechs Monaten auf seine neue Aufgabe als „Leiter Operational Division“ beim europäischen Lufttransportkommando vorbereiten. Dort, im niederländischen Eindhoven, sollen künftig Deutschland, Frankreich und die Niederlande zusammenarbeiten. Bette freut sich auf den neuen Posten in den Niederlanden – und sieht das Potenzial, das sich ergeben kann, wenn vier Nationen zusammenarbeiten als großen Vorteil für die europäische Luftwaffe. Im Juli 2006, vor drei Jahren und acht Monaten, hatte er das LTG 61 übernommen. „Es war eine spannende Zeit mit vielen Herausforderungen und vielen tollen Mitarbeitern“, erzählt der frühere Kommodore. Schwerpunkt bei seinem Dienst als Kommodore sei gewesen, die Rahmenbedingungen am Standort zu schaffen. Das Lufttransportgeschwader stellt mit seinen 1400 Mann „den größten und dominierenden Verband“, wie der Standortälteste Oberst Klaus Schuster beim Neujahrsempfang der Bundeswehr Landsberg erklärt hatte. "Drehscheibe" LTG 61 Denn das Geschwader sei Drehscheibe für alle Einsätze der Bundeswehr auf dem Balkan und stelle schon seit Anfang 2002 Personal und Material für den Betrieb von Lufttransportstützpunkten in Usbekistan und Afghanistan. Zurzeit sind laut Schuster zwei bis drei Besatzungen aus dem LTG 61 permanent in Afghanistan stationiert. Aber auch der Betrieb „zuhause“ wird fortgeführt – mit drei SAR-Kommandos in Landsberg, Malmsheim und Ingolstadt. Vergangenes Jahr erst feierte die Bundeswehr am Fliegerhorst in Penzing „50 Jahre SAR-Dienst“. Über die Zukunft des Fliegerhorstes wurde unlängst immer wieder spekuliert – beim Neujahrsempfang hatte Oberst Schuster aber für Klarheit gesorgt: „Noch bis 2014 wird der Bell UH-1D und noch bis 2014 die Transall hier am Standort betrieben“, so der Standortälteste.

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