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Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine

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Friedenstaube über Herzen ukrainische Farben
Es wird damit gerechnet, dass bereits in den kommenden Tagen die ersten Menschen aus der Ukraine eintreffen werden. © Symbolbild: Bildagentur PantherMedia / Sergiy Artsaba

Landkreis – Der Landkreis Weilheim-Schongau bereitet sich derzeit unter Hochdruck auf die Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine vor. Am Montagmorgen wurden mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß und allen beteiligten Sachgebietsleitern in einer Krisensitzung im Landratsamt Weilheim die Möglichkeiten einer Soforthilfe, vor allem in Form einer Unterbringung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine, besprochen.

„Ich bin zutiefst bestürzt über die Entwicklung in der Ukraine durch die Aggression Russlands. Die Mitarbeiter unseres Landkreises und ich empfinden Mitgefühl und Solidarität gegenüber den Menschen in der Ukraine“, sagte Jochner-Weiß. „Wir verstehen es als unsere humanitäre Pflicht, so schnell wie möglich zu helfen und diejenigen, die ihre Heimat verlassen müssen, umgehend und unbürokratisch aufnehmen zu können.“ Der Landkreis Weilheim-Schongau habe bereits damit begonnen, Maßnahmen zu ergreifen, um Geflüchtete aus den Kriegsgebieten, die voraussichtlich in den kommenden Tagen in Deutschland eintreffen werden, unterbringen zu können, so Jochner-Weiß. Derzeit seien noch einige Fragen ungeklärt, etwa zu Punkten wie Kostenerstattung für Vermieter sowie über sofortige Geldleistungen für diejenigen, die mittellos im Landkreis ankommen. Diese sollen in den kommenden Tagen mit der Bayerischen Staatsregierung geklärt werden.

„Wir haben bereits zahlreiche Wohnangebote bekommen, rechnen jedoch damit, weitere Unterbringungsplätze zu benötigen“, sagte die Landrätin. „Dabei sind wir auch auf die Hilfe unserer Bürgerinnen und Bürger angewiesen, um gewappnet zu sein. Daher mein Appell: Sollten Sie Wohnräume zur Verfügung haben, die Sie nicht benötigen – seien es Einliegerappartements, Wohnungen oder Privatzimmer – helfen Sie bitte den Menschen aus der Ukraine! In dieser schwierigen Situation ist jeder Beitrag wertvoll, um die schrecklichen Folgen dieses sinnlosen Krieges zu mildern.“

Nach derzeitigem Stand stehen dem Landkreis etwa 150 Unterkunftsplätze für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung. Bis wann genau diese bezugsfähig sind, wird derzeit überprüft. In einer aktuellen Besprechung mit allen Bürgermeistern der Landkreisgemeinden wurden die Möglichkeiten der Unterbringung von Geflüchteten untersucht und besprochen. Zugleich wurden die Gemeinden über die Vorgehensweise und die Ansprechpartner informiert. Das Landratsamt rechnet damit, dass in den kommenden Tagen bereits die ersten Menschen aus der Ukraine eintreffen.

Um allen Geflüchteten möglichst schnell Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, werden Landkreisbürger gebeten, sich im ersten Schritt an ihre Gemeinde zu wenden. Nähere Infos finden sich auf den jeweiligen Websites der Städte und Gemeinden. Als Koordinierungsstelle, die alle Maßnahmen bündelt, ist im Landratsamt das Amt für öffentliche Ordnung und Sicherheit (Sachgebiet 30) zuständig.

Für Fragen und Themen, die mit den Gemeinden nicht geklärt werden können, wurde eine zentrale Meldestelle unter der E-Mailadresse ukrainehilfe@lra-wm.bayern.de sowie Tel. 0881/681-1223 eingerichtet.

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Von Kreisbote

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