Initiatoren des Radentscheids übergeben Listen an Stadt Weilheim

Unterschriftenübergabe Radentscheid Weilheim
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Horst Martin mit Enkel, Jürgen Berlitz, Roland Bosch, Initiator Radentscheid, übergeben der zweiten Bürgermeisterin Angelika Flock und Stefan Frenzl (v.li.) die Unterschriftensammlung.

Weilheim – Von März bis September sammelten der Bund für Umwelt und Naturschutz und die Weilheimer Ortsverbände der SPD und ÖDP unter dem Motto „Wenn Radfahren attraktiv und sicher ist, bleibt das Auto stehen“ 935 Unterschriften und überreichten diese der zweiten Bürgermeisterin Angelika Flock.

Insgesamt vier Ziele zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur fordert das Bündnis, insbesondere ein stadtweites, lückenloses und engmaschiges Radverkehrsnetz. Dafür müsse aber ein „Umdenken in den Köpfen stattfinden“, so Dr. Roland Bosch, stellvertretender ÖDP-Vorsitzender und Initiator des Entscheids. Außerdem seien die vom städtischen Haushalt gewährten Ressourcen in Höhe von 350 000 Euro „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“.

Eine Erhöhung ist für Bürgermeisterin Flock allerdings keine Option. Außerdem werde bereits „viel für die Fahrradstadt Weilheim getan. Neubaugebiete werden immer an Radlfahrer angepasst.“ Dass zumindest eine Gleichberechtigung zwischen Rad und Kfz herrschen solle, meinte Stadtrat Horst Martin (SPD): „33 Prozent aller Autofahrten in Weilheim liegen unter eineinhalb Kilometern. Diese Leute müssen aufs Fahrrad umsteigen. Das funktioniert nur mit attraktiven Radwegen.“ Eine gefährliche Stelle reiche aus, um auf Familien abschreckend zu wirken. Stefan Frenzl, Radverkehrsbeauftragter der Stadt, stimmte diesem Punkt zu, wies aber auf die Probleme hin. „Es ist noch nicht perfekt, aber man ist dabei. Alle sind sich einig, dass es flächig gute Voraussetzungen gibt. Der Haushalt glänzt nicht und das spielt eine Rolle in der Bauplanung.“ Nur geht es der Seite um Initiator Bosch und Martin zu langsam. „Die breite Bevölkerung ist für eine bessere Rad-Infrastruktur und dieser Entscheid soll Ihnen, Frau Bürgermeisterin, den Rücken stärken“, so Bosch. Letztlich bleibt es dabei, dass jeder für sich selbst entscheidet, ob man wirklich alle Kurzstrecken mit dem Auto bewältigt. Oder sich doch lieber auf den Drahtesel schwingt.

Von Georg Wölfel

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