Schulprojekt in Togo

Uta Orawetz und Anja Böhm berichten über Aktionen in Kagnigbara

Kinder am Trinkbrunnen
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Seit Januar diesen Jahres sprudelt der Trinkwasserbrunnen in Kagnigbara.
  • VonBianca Heigl
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Weilheim – Seit Anfang 2020 haben sie eine Schule – ein Geschenk, dass die Kinder von Kagnigbara sehr zu schätzen wissen. Denn das kleine Dorf – etwa zwei Stunden entfernt von der nächsten Stadt – hatte vorher nur verstreute Hütten, keinen Strom, kein eigenes Wasser und auch kein Abwassersystem, geschweige denn eine „Luxuseinrichtung“ wie eine Schule. Möglich geworden war dies durch eine von Uta Orawetz initiierte Spendenaktion in der Kreisstadt, die den Bau der Schule mit drei Klassenräumen, Latrinen und Schulmöbeln ermöglichte.


Nun gab es einen Zwischenbericht von Uta Orawetz und Anja Böhm über den Stand der Dinge in Kagnigbara. Denn mittlerweile ist viel passiert. Seit Januar diesen Jahres können die Bewohner am eigenen Dorfbrunnen Trinkwasser holen. Auch dieses Projekt finanzierte sich über die Spendenaktion. „Das Wasser reicht für die 300 Kinder unserer Schule und das Dorf“, berichtet Orawetz. Wer hier Wasser holt, muss einen Minimalbetrag dafür entrichten, denn dieses Geld wird für etwa notwendige Reparaturen und Wartungen zurückgelegt. „Das Geld, das von den Brunnenspenden übrig blieb, haben wir für Corona-Sets für die Schulkinder verwendet“, so die Initiatorin. Nun hat jedes Kind Maske, Desinfektionsmittel und Flüssigseife.

Auch in puncto Schulspeisung gibt es Erfolgsmeldungen. Über KISS (Kinder-Schul-Speisung), eine Initiative, die – wie das ganze Schulprojekt – von der Togohilfe Maisach betreut wird, erhalten die Schulkinder eine Mahlzeit – 50 Euro pro Jahr genügen, um ein Schulkind satt zu machen. Hier wird jetzt wieder dringend Geld benötigt: „Coronabedingt treten in der Region bereits wieder die Blähbäuche auf, ein Zeichen für die Unterernährung. Unser Geld reicht noch bis zum Sommer für die Schulspeisung, deshalb suchen wir hierfür nach Unterstützern“, so Orawetz und Böhm, die das Projekt sei Anbeginn begleitet und selbst ein Patenkind in Kagnigbara hat.

Solche Patenschaften sind für 35 Euro pro Jahr zu finanzieren. Für das Patenkind ist das ein großer Segen. Denn hierin enthalten ist nun auch eine Krankenversicherung, die sehr wichtig ist. Alle Infos rund um das Projekt und mögliche Spenden gibt es bei Uta Orawetz, Tel. 0881/3000, E-Mail orawetz@derpart.com.

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