FOS/BOS verabschiedete 249 Absolventen mit dem Zeugnis der Fach- und Hochschulreife

"Eine wahrlich reife Leistung"

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Die Einserschüler der FOS/BOS v. li. Franziska Berchtold, Bianca Zotz, Julian Schilcher, Magdalena Schleich, Johanna Bußmann, Verena Husel, Fabian Fritz, Anna Mayrhofer und Peter Bauer.

Weilheim – Für die Absolventen des Jahrganges 2019 der Fachoberschule/Berufsoberschule war der vergangene Freitag ein ganz besonderer Tag. Grund der Freude – die Zeugnisse wurden im feierlichen Rahmen im Beisein der Eltern und Vertretern der Öffentlichkeit in der Stadthalle übergeben.

Das Wort „Reife“ bildete einen Schwerpunkt in der Rede von Schulleiterin Rosemarie Bastuck. „Es ist noch gar nicht lange her, als Sie das Zeugnis der Mittleren Reife erhielten. Heute erhalten Sie das Zeugnis der Fachhochschulreife. Gemeinsam ist den Zeugnissen, sie haben etwas mit Reife zu tun. Ich will Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche für diese wahrlich reife Leistung ausdrücken“, sagte sie unter kräftigem Applaus. Bei den guten Wünschen für den weiteren Lebensweg hielt sie sich bewusst kurz. „Wenn ich das alles wohlgesetzt formuliere, laufen wir Gefahr alle reifer zu werden. Das will ich natürlich vermeiden“. Schluss ihrer Rede waren Worte in eigener Sache. Bastuck geht nach 31 Jahren als Lehrerin am Schultyp FOS/BOS, davon 13 Jahre in Weilheim und vier als Schulleiterin, in den Ruhestand. „Ich kann sagen, dass ich es sehr gern war und danke allen, die ich kennen lernen durfte“, erklärte sie. Landrätin Andrea Jochner-Weiß gratulierte mit einem Zitat über den ehemaligen englischen Premierminister Winston Churchill. Seine damaligen Lehrer schrieben ihm „schändliches Verhalten“ wie auch schlechte Noten ins Zeugnis und prophezeiten ihm eine schwarze Zukunft. „Was ich damit sagen will, gute Noten sind förderlich, sagen aber wenig über die Qualitäten eines Schülers aus. Zeigen Sie Rückgrat und bleiben Sie neugierig“, mahnte sie. Elternbeirätin Alfaro Vega riet den Absolventen zu gesundem Ehrgeiz und dem Willen, den eigenen Weg zu gehen. „Ihr habt das Steuer in der Hand“, sagte sie. Humorig schilderte Schülersprecherin Franziska Berchtold die vergangene Schulzeit. „Unsere Lehrer haben uns alles beigebracht, was wir brauchen. Danke, ihr habt uns mitgeprägt und wir werden euch vermissen“. Wie sehr, beschrieb sie mit einem Mozartzitat: „Mir deucht, diese Stunden werden hart“.

Umrahmt wurde die Abschlussfeier von gekonnt gespielten Musikstücken und einem Impro-Theater. „He Lehrer, macht die Augen auf, denkt an unseren Lebenslauf“, riet das Darsteller-Trio dem Kollegium.

Reife beweisen die Absolventen auch bei der Planung ihrer Zukunft. Einserschülerin Franziska Berchtold will nach dem anschließenden 13. Schuljahr Tiermedizin studieren und Mitschüler Julian Schilcher angewandte Mathematik. Gekrönt wurde der Festabend mit einem Abschlussball in der Stadthalle.

Von Kreisbote

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