FOS/BOS verabschieden Schulleiterin Rosemarie Bastuck mit Chören und "Nobelpreis"

"Bye-bye Rosi"

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Mit kräftigem Applaus, Ehrenmünzen und Blumen verabschiedeten Vertreter des Landkreises, der Stadt, Kollegen, Elternbeirat und Schüler Rosemarie Bastuck in den Ruhestand.

Weilheim – Nach 31 Jahren als Pädagogin an einer FOS/BOS, davon 13 Jahre in Weilheim und vier Jahre als Schulleiterin vor Ort, wurde Rosemarie Bastuck in einer bewegenden Feier in den Ruhestand verabschiedet und zum Schluss gar hinausgesungen.

Insgesamt acht Grußredner aus dem öffentlichen Leben, dem Staatsministerium, aus Lehrerkollegium und Elternbeirat, würdigten sie als „Chefin, Offizierin, Kapitänin“, die auf Menschen zugehen könne, Wärme ausstrahle, aber auch führen könne. „Ihre pädagogischen Talente waren gefragt. Sie sind hohen Ansprüchen gerecht geworden, konnten Kollegen, Schüler und Eltern motivieren und haben das hohe Ansehen der Schule gefestigt“, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrer Rede. Ihre Geschenke an die scheidende Schulleiterin waren ein bunter Sommerstrauß und die Münze des Landkreises.

Zweiter Bürgermeister Horst Martin überbrachte Grüße und Wünsche der Stadt und dankte ihr ebenfalls mit einem Blumenstrauß sowie der Silbermünze der Stadt. Sowohl Jochner-Weiß als auch Martin begrüßten in ihren Reden den Nachrücker im Amt Christian Dick und wünschten ihm Glück und Erfolg. Mit ihm bekomme die Schule den idealen Nachfolger.

Der Ministerialbeauftragte für die südbayerischen Berufs- und Fachoberschulen Konrad Maurer beschrieb die in Saarbrücken geborene Bastuck launig als Kollegin mit Migrationshintergrund, die sich durch ihre Leistungen Dank und Anerkennung verdient habe. Überhaupt, wäre Applaus monetär, dann wäre Bastuck an diesem Tage wohlhabend geworden, denn den gab es auch bei den folgenden Reden im Überfluss.

So gipfelte die Anerkennung des Elternbeirats in der Nachbildung der Nobelpreismünze. „Wir haben Sie bei vielen Gelegenheiten erlebt, Ihre persönliche Autorität, Ihre guten Beziehungen zu den Lehrern, Schülern und zu den Eltern. Hätten wir das Vorschlagsrecht für den Nobelpreis, wir würden Sie auf die Liste setzen. Anstatt dessen können wir nur das Münz-Replik vergeben“, erklärten Simone van Rooijen und Gloria Alfaro-Veg in ihrer Rede.

Persönlich wurde es bei der Abschiedsrede der scheidenden Schulleiterin. „Ich sage heute ‚Ihr Lieben‘ und spüre deutlich, wie mein Herz klopft. Ich möchte in erster Linie Danke sagen. Ich wünsche mir für meine Schule und meinen Nachfolger eine allerbeste Zukunft“, schloss sie.

Dass unter den Schülern wie auch Ehemaligen musikalische Talente sind, zeigte sich in mehreren Solos, Duos bis hin zum Hinaussingen durch den Pensionisten-Chor der FOS München und den Schülerchor, die erst ganz piano begannen und dann mit dem personalisierten Schlager-Oldie „Skandal im Sperrbezirk, Skandal um Rosi“ endeten. „Die rosigen Zeiten sind zu Ende. Jetzt kommt es dick“, stellte sich launig der neue Schulleiter Christian Dick vor. Er versprach, sich mit ganzer Kraft und Herzblut für die Schule einsetzen zu wollnen. „Und was ich verspreche, halte ich“, kündigte er an.

Im anschließenden Interview auf dem Schulhof erklärte die verabschiedete Schulleiterin Bastuck, dass sie die liebgewonnenen Kontakte bewahren und viel reisen möchte.

Von Georg Müller

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