Ammerschüler als "Verkehrspolizisten" – Zitrone oder Schokolade für Autofahrer

Süßes oder Saures

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Lob und damit „Süßes“ gab’s für Alfred Höbel aus Reichling, der vorschriftsmäßig langsam an der Schule vorbeifuhr.

Weilheim – Als Nachwuchs-Verkehrspolizisten durfte sich die Klasse 3b der Ammerschule am vergangenen Mittwoch fühlen. Denn die Mädchen und Buben wirkten mit an einem bayernweiten Projekt, das die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr fördern soll.

Unter dem Motto „Schokolade oder Zitrone“ erhielten die Verkehrsteilnehmer vor der Ammerschule von den Kindern eine Rückmeldung zu ihrer Fahrgeschwindigkeit. Dabei wurde gelobt, wer die vorgeschriebenen 30 km/h einhielt oder unterschritt – dafür gab’s Schokolade. Wer hingegen zu schnell unterwegs war oder als Radfahrer auf dem für den Radverkehr freigegebenen Fußweg keine Rücksicht auf die Fußgänger nahm, der bekam Tadel und die Zitrone, in die dann ebenso beherzt hineingebissen wurde. Denn wie meinte einer der Aufgehaltenen: „Da werde ich mir das sicher besser merken!“

Ermittelt wurde die Fahrgeschwindigkeit von der Polizei. „Die Ammerschule bietet für dieses Projekt ideale Voraussetzungen“, so Eugen Pogorel von der Weilheimer Polizei. „Hier haben wir sowohl die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Straße als auch einen Gehweg, den Radfahrer benutzen dürfen.“ Pogorel hofft auf Wiederholung der Aktion, die eine Ergänzung zu der derzeit laufenden Fahrradaktion der Stadt ist.

Von Bianca R. Heigl

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