Peißenberger Seniorenbeirat organisierte Verkehrssicherheitstraining mit 30 Teilnehmern

Mobil im Alter – aber sicher

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Georg Dusel (am Fahrsimulator) war einer von 30 Teilnehmern des Verkehrssicherheitstrainings. Mit auf dem Bild (v.li.): Hubert Schwaiger, Weilheims Polizei-Chef Harald Bauer, Edelgard Schmitz (Vorsitzende des Peißenberger Seniorenbeirats) sowie Werner Stöger und Guido Grosam von der Kreisverkehrswacht.

Peißenberg – Die Statistiken zeigen es deutlich: Neben Verkehrsteilnehmern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren gibt es mit Senioren ab 65 Jahren eine weitere „Risikogruppe“, die an Unfällen überproportional oft beteiligt ist.

Der Peißenberger Seniorenbeirat griff die Problematik auf und lud in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Oberbayern und der Kreisverkehrswacht zu einem Verkehrssicherheitstraining in die Tiefstollenhalle ein. „Die Sicherheit der Senioren ist uns ein großes Anliegen“, erklärte Hubert Schwaiger, der Leiter der Verkehrsinspektion Weilheim, bei der Begrüßung der rund 30 Teilnehmer. Sinn und Zweck der Veranstaltung sei es nicht, mit dem erhobenen Zeigefinger aufzutreten. „Es wird keine Schuhschachtel herumgereicht, in die Sie Ihren Führerschein reinschmeißen sollen“, beruhigte Schwaiger die Senioren. Vielmehr wolle man zum Nachdenken anregen und Tipps zur Verkehrssicherheit geben. Man könne die Senioren auch „nicht alle über einen Kamm scheren“. Die Schwierigkeiten würden individuell auftreten, wie im nachlassenden Reaktionsvermögen oder bei der Verarbeitung äußerer Reize. „Die Risikogruppe der Senioren sind keine Raser. Die Probleme sind nicht homogen, sondern vielfältig“, erklärte Schwaiger. Eine der Präventivmaßnahmen könnte zum Beispiel sein, nicht zu Stoßzeiten mit dem Auto unterwegs zu sein.

An insgesamt vier Stationen konnten die Senioren ihre Fahrtauglichkeit testen, unter anderem am Fahrsimulator der Kreisverkehrswacht. Die Testergebnisse blieben natürlich geheim. Wie gesagt, die Veranstaltung sollte zum Nachdenken anregen und präventiv wirken: „Es geht darum, die Mobilität so lange wie möglich zu erhalten – aber sicher“, betonte Schwaiger.

Von Bernhard Jepsen

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