Stark von der Pandemie betroffen

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes für die Kulturbranche gefordert

Wolfgang Ramadan
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Wolfgang Ramadan fordert eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes für die Kulturbranche.

Landkreis – „Die im vergangenen November von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis lediglich 31. März 2022 sowie die angekündigte Erstattung von lediglich 50 Prozent der Sozialbeiträge wird in der Veranstaltungsbranche zu einer weiteren Entlassungswelle von Arbeitnehmern und einer weiteren Abwanderung von Fachkräften führen.“ Das teilte das Forum Veranstaltungswirtschaft, die Allianz der sechs maßgeblichen Wirtschaftsverbände der Branche, mit.

Eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes für die Kulturbranche über den Februar 2022 hinaus fordert daher Wolfgang Ramadan, Geschäftsführer von BrotZeit&Spiele, und wendet sich mit einem Brandbrief an die Landrät*innen und Bürgermeister*innen der Spielorte seines Kulturprogramms in Oberbayern. Er verweist zudem auf die gleich lautende Forderung des Forums Veranstaltungswirtschaft. „Stellvertretend für das gesamte Netzwerk der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sendet Ihnen unsere Initiative mehrerer (renommierter) bayerischer Spielstätten im Verband für Popkultur in Bayern e.V. einen dringenden Alarmruf und wir bitten um ihre persönliche Unterstützung gegenüber der Bundespolitik“, heißt es zu Beginn des Briefs.

Bald im dritten Pandemiejahr angekommen, sei die Kulturbranche von den Einschränkungen zur Bekämpfung der pandemischen Lage betroffen. Nur durch umfangreiche Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern sei es bislang gelungen, eine nie dagewesene Pleitewelle verbunden mit massiven Arbeitsplatzverlusten zu verhindern.

„Ein wichtiger Bestandteil hierbei war das Instrument der Kurzarbeit“, heißt es in Ramadans Schreiben an Abgeordnete im bayerischen Landtag, die Landräte von Erding, Bad Tölz-Wolfratshausen, Rosenheim, Weilheim-Schongau und Starnberg. Die Landräte aus Bad Tölz-Wolfratshausen, Martin Bachhuber und Josef Niedermaier, reagierten prompt und sicherten bereits ihre Unterstützung zu. Das Problem dabei sei, dass nach den derzeit geltenden Bestimmungen, dieses Instrument der Kurzarbeit Ende Februar auslaufe. „Sollten die bestehenden Regeln für die Kurzarbeit nicht geändert werden, müssten die meisten Betriebe ab dem März die vollen Lohnkosten selbst aufbringen, obwohl ihnen durch die aktuellen Verordnungen keine Möglichkeit gegeben ist, relevante Umsätze und Erträge zu generieren“, erklärt Ramadan. Nach seiner Einschätzung stünden die Unternehmen dann vor der harten Entscheidung, „durch sofortige Kündigungen ihrer Mitarbeiter noch im Januar den drohenden Insolvenzgefahren zu begegnen.“ Selbst Betriebe, die die derzeitige Situation überstehen, könnten nach Ende der Pandemie nicht mehr auf qualifiziertes Personal zurückgreifen und hätten auch keine Perspektive.

„Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, insbesondere im Namen unserer vielen Mitarbeiter und zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in unserem Land, sich für die Veranstaltungswirtschaft einzusetzen – wir benötigen angesichts der pandemischen Lage dringend die Zusage zur Verlängerung der Kurzarbeit für unsere Branche über den Februar 2022 hinaus inklusive der Übernahme der Sozialbeiträge“, fordert Ramadan in seinem Aufruf an die Landräte und Bürgermeister.

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Von Kreisbote

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