Umbauarbeiten erfordern Verlegung des Eingangs zum Weilheimer Krankenhaus

Neuer Zugang in die Klinik

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Da geht‘s ins Krankenhaus: Isa Berndt, Lothar Ragaller und Claudia Kirchhuber (v. li.) vor dem neuen Haupteingang an der Röntgenstraße.

Weilheim – Montagmittag, 13 Uhr, war es soweit: Um die aufwendigen Baumaßnahmen an der Fassade in Angriff nehmen zu können, wurden der Haupt- eingang des Krankenhauses und die Johann-Baur-Straße zwischen Alpen- und Röntgenstraße gesperrt. Und zwar komplett für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. „Zwei Jahre“, so die Prognose von Bauleiter Lothar Ragaller, wird jetzt der Zugang zur Klinik über die Röntgenstraße erfolgen.

An der Verlegung des Haupteinganges, der täglich von circa 150 Personen frequentiert wird, führte wegen der Bauarbeiten kein Weg vorbei. „Das war in letzter Zeit ein Eiertanz“, wies Ragaller auf die Gefahren für Verkehrsteilnehmer und Passanten in diesem Abschnitt der Johann-Baur-Straße hin und erklärte: „Wer jetzt ins Krankenhaus will, muss über die Röntgenstraße.“

Schilder lotsen zum neuen Zugang, der Weg zu den Abteilungen ist mit farbigen Bodenmarkierungen versehen: Notaufnahme rot, Empfang gelb, Röntgen grün. Der Lieferverkehr wird zwei Wochen lang noch über die gesperrte Johann-Baur-Straße und dann über den Wirtschaftshof geleitet. Patienten können zum Interimseingang gefahren werden, für Wartende wurde eine Unterstellmöglichkeit geschaffen. Wie Bauleiter Ragaller am Montag bei einem Pressegespräch ausführte, wird ein die gesamte Großbaustelle übergreifender Kran mit einem 70 Meter Ausleger zum Einsatz kommen. 30 bis 50 Handwerker sind wochentags von 7 bis 17 Uhr mit den Arbeiten beschäftigt, die bis zum Frühjahr 2019 großteils erledigt sein sollen.

Die Anlieferung in der Notaufnahme bleibt laut Ragaller unverändert. Die Parksituation im Umfeld der Klinik ist sehr angespannt. Im einstigen Patientengarten wurden für Ärzte, Klinik- und Bauleitung vorübergehend einige Parkplätze geschaffen. Radler und Fußgänger gelangen über einen frisch angelegten Weg von der Röntgen- zur Alpenstraße.

Fest steht bereits der Liefertermin für ein zusätzliches Modulgebäude mit 42 Betten, das im ehemaligen Wirtschaftshof der Klinik aufgebaut wird (wir berichteten): Vier Schwertransporter werden die Module ab Montag, 24. Juli, in vier Nächten anliefern, kündigte der Bauleiter an.

Da bei laufendem Klinikbetrieb und mitunter sehr lärmintensiv gearbeitet wird, bleiben die Beschwerden nicht aus. „Ohne Baulärm geht es nicht“, weiß Ragaller und berichtete, dass sich dieser nun in das Kellergeschoss und nach oben verlagern wird. Den Patienten und dem Personal wird einiges abverlangt, sagte die Kliniksprecherin Isa Berndt. Das 160 Betten-Haus ist dennoch voll belegt. Jeder neu aufgenommene Patient bekommt ein Faltblatt mit Informationen über die Generalsanierung („Wir bauen das Krankenhaus Weilheim für Sie um“) der Klinik ausgehändigt, berichtete Berndt und ein Packerl Ohrstöpsel gleich mitgeliefert. Schulungen und Sitzungen werden nach Schongau verlegt und besonders Krach machende Arbeiten mit den Ärzten zeitlich abgestimmt.

Seit einigen Wochen kümmert sich Standortkoordinatorin Claudia Kirchhuber darum, dass Patienten und Besucher von den Bauarbeiten möglichst wenig beeinträchtigt werden und ohne Irrwege zu ihrer gewünschten Abteilung finden. Da „an mehreren Ecken gleichzeitig gearbeitet wird“, sind zeitliche Verzögerungen oft nicht zu verhindern. Ist ein Bauabschnitt abgeschlossen, wird er gleich in Betrieb genommen. „In drei Jahren werden hier fast 55 Mio. Euro verbaut, das bringt einiges mit sich“, so Ragaller. Seit September 2016 ist die Neueinrichtung von drei hochmodernen Operationssälen im Gange. Bis Mai 2018 sollen sie laut Ragaller betriebsbereit sein. Ein weiterer Baustein ist die Erweiterung der Endoskopieabteilung und Intermediatecare (IMC) im ersten Obergeschoss, anvisierte Fertigstellung: April 2018. Für 2018 steht noch die Neueinrichtung der Zentralen Notaufnahme mit Unfall-OP auf der Agenda. Im zweiten und dritten Obergeschoss an der Johann-Baur-Straße werden 2019 moderne Pflegezimmer gebaut und der Eingangsbereich mit einem Patienteninformationszentrum neu gestaltet.

von Maria Hofstetter

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