Artenschutz-Volksbegehren erhielt starken Rückenwind aus der Bürgerschaft

Zweite Hürde problemlos geknackt

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Region – Groß ist der Jubel bei den Initiatoren und Aktionsbündnissen für das Volksbegehren „Rettet die Bienen – für den Erhalt der Artenvielfalt“. In der 14-tägigen Eintragungsfrist wurde die zehn Prozent-Hürde nicht nur erreicht, sondern in manchen Gemeinden weit überschritten.

Im Landkreis Weilheim-Schongau, teilte Rosi Hutter vom Aktionsbündnis mit, trugen sich über 23 Prozent (Stand 14.2.) der Stimmberechtigten in die Listen ein. Besonders viele Unterstützer gab es unter anderem in Bernried (35 %), Seeshaupt (31) und Polling (29). Aus dem Landkreis GAP wurde eine Quote von „weit über 15 Prozent“ gemeldet. „Spitzenergebnisse“ erzielte der Norden des Landkreises: In Murnau, Uffing und Ohlstadt fanden sich um die 30 Prozent Unterstützer.

Für Bündnissprecher Manuel Neulinger zeigen die hohen Eintragungszahlen im Landkreis WM-SOG, „dass sich die Menschen trotz scharfen Gegenwindes seitens des Bauernverbandes über Parteigrenzen hinweg um die Natur und Artenvielfalt sorgen“. Sprecherin Agnes Edenhofer sieht jetzt die bayerische Landesregierung in der Pflicht. Bei den Agrarverhandlungen in Brüssel müsse auf ein „Umverteilen der Fördermittel zugunsten einer nachhaltigen Wirtschaftsweise“ hingewirkt werden, fordert ÖDP-Kreisvorsitzende.

Während Initiatoren und Bündnispartner den Erfolg als „Zwischenetappe auf dem Weg zu mehr Artenschutz“ werten, ist Wolfgang Scholz „enttäuscht darüber, dass so viele unterschrieben und offensichtlich nicht alles gelesen haben, was im Volksbegehren drin steht“. Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes aus Sachsenried sieht „massive Einschränkungen, Repressalien und Risiken“ auf die Bauern zukommen –„egal wie am Runden Tisch verhandelt wird“ –, und befürchtet eine weitere Verschärfung des Wettbewerbes. Dies, so Scholz zum Kreisboten, könne viele Bauern dazu bewegen, resigniert „das Handtuch zu werfen“.

Von Maria Hofstetter

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