Volkslauf macht seinem Namen Ehre – Vom drei- bis zum 71-Jährigen zieht es die Läufer zum Hapfelmeier-Laufcup nach Weilheim

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GEORG MÜLLER; Weilheim – Dass die Beteiligung beim Hapfelmeier-Laufcup immens werden würde, das hatte sich bereits am Samstagnachmittag abgezeichnet. Warteschlangen im Meldezelt auf dem Kirchplatz waren die Regel. Der als Streckenchef eingesetzte TSV-Abteilungsleiter Robert Schärfl, hoffte schon vor dem Rennen, dass die Teilnehmerzahl die des Vorjahres übersteigen würde. Der Sonntag übertraf schließlich alle Erwartungen an die Beteiligung, das Wetter und die Stimmung entlang der Strecke. Die Fans feuerten die Läufer mit allem an, was Lärm machte: Ratschen, Tröten oder den altbewährten, lautstarken „Hopp, hopp, hopp“-Rufen. Professionell begann der Kinderlauf über die 444 Meter-Distanz. Bei den Jüngsten, wie der dreijährigen Anna, liefen die Väter noch mit. Verlierer gab es dabei nicht, nur Gewinner. Die Kinder nahmen sodann mit Stolz ihre Medaillen entgegen. Die Rennen danach zeichneten sich durch packende Sprints auf der neuen Zielgeraden auf der Pöltnerstraße aus. Angefeuert durch die Zuschauer und die im Zieleinlauf postierten Gardemädchen der Narrhalla, fühlten sich nicht nur die Ersten als Sieger. Sogar die Moderatoren packte das Lauffieber. Während sich Peter Maisenbacher am Mikrofon immer aufs Neue mit kühnen Wortschöpfungen steigerte, feuerte Robert Balzer auch mit dem Pompon einer Cheerleaderin an. Im Volkslauf über zehn Kilometer wurden nicht nur die Schnellsten – Thomas Windisch (35 Minuten und 51 Sekunden) und Gertrud Sedlmayr (46 Minuten und 35 Sekunden) – gefeiert, sondern auch der zehnjährige Ruben Erat, der mit 50 Minuten und 25 Sekunden locker vor vielen älteren Läufern durchs Ziel rannte. Eine großartige Leistung mit 54 Minuten und 22 Sekunden zeigte der mit 71 Jahren älteste Teilnehmer des Volkslaufes, Rudolf Ederer. Beim Halbmarathon über die 21-Kilometerdistanz sprintete die Vorjahressiegerin Steffi Volke in 1:24:51 unangefochten ins Ziel und holte sich zum dritten Mal den Wanderpokal. Acht Minuten ihr voraus war der Schnellste Mathias Mayr, bei dem die Uhr bei 1:18:08 stoppte. Eine Steigerung verzeichneten die Veranstalter auch bei den Firmenteams. Das größte Team kam von Zarges mit gesamt 87 Läufern, die in allen Disziplinen antraten. Erfolge feierten auch die kleineren Teams, die hochmotiviert auf die Strecke gingen. Durchweg positiv fielen die Urteile der Veranstalter und Sponsoren am Ende der Veranstaltung aus. „Das war die bisher attraktivste, weil erfolgreichste Veranstaltung“, resümierte Christine Schindler. Initiator Johannes Dornhofer: „Wir sind absolut zufrieden. Die Zahl der Anmeldungen bis zur buchstäblich letzten Minute hat uns total überrascht. Wir mussten noch am Samstag Startnummern und Medaillen nachprägen lassen.“ Eine Fortsetzung ist für das nächste Jahr geplant, jedoch mit einer kleinen Änderung: Der fünfte Laufcup findet am letzten Septemberwochenende, 14 Tage vor dem München-Marathon, statt.

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