Ein ruhiger Jahreswechsel

Vorläufige Silvesterbilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Polizeiauto
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Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zieht eine positive Silvester-Bilanz.

Region ‒ Die Silvesternacht im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd verlief weitestgehend friedlich und ruhig. In der Zeit vom 31. Dezember, 19 Uhr, bis zum 1. Januar, 7 Uhr, wurden die BeamtInnen der Polizeidienststellen zu 219 Einsätzen (im Vergleich: 209 im Vorjahr) gerufen. Die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung hielt sich an die derzeit geltenden Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, einige Wenige, die dagegen verstießen, erwartet nun eine Anzeige.

Um in dieser besonderen Nacht für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, zeigten die Polizeibeamten der Dienststellen im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd eine erhöhte Präsenz. Wie auch in den Vorjahren stieg die Zahl der Einsätze gegen Mitternacht an und beschäftigte die Kollegen bis in die frühen Morgenstunden, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums.

Ein besonders tragischer Vorfall ereignete sich bereits am Silvesterabend gegen 20.40 Uhr. In Bad Reichenhall erlitt ein 56-jähriger Einheimischer schwerste Verletzungen an der Hand, als es vermutlich zur Detonation eines Silvesterkrachers kam. Der Mann musste nach intensiver medizinischer Betreuung vor Ort mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen bzw. die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr waren für einige Wenige kein Grund, auf eine Silvesterparty zu verzichten. Das Polizeipräsidium berichtet von einigen ausgewählten Fällen:

• In Garmisch-Partenkirchen wurde kurz nach Mitternacht eine Party mit neun Jugendlichen in einer Lokalität festgestellt und aufgelöst.

• In Berchtesgaden wurden gegen 23.45 Uhr acht Personen einer Kontrolle unterzogen. Einen triftigen Grund zum Aufenthalt außerhalb ihrer Wohnungen nach 21 Uhr konnte niemand benennen. In der Personengruppe befanden sich auch österreichische Staatsangehörige, die somit aus einem Risikogebiet einreisten, ohne sich unverzüglich in Quarantäne zu begeben. Bei zwei Personen wurden jeweils zwei Schreckschusswaffen mit insgesamt über 1400 Schuss Munition aufgefunden.

• Über 20 Gäste hatte sich ein junger Mann aus dem Landkreis Mühldorf am Inn zu sich nach Hause auf ein landwirtschaftliches Anwesen eingeladen. Auch diese Party wurde von den Polizeibeamten gegen 02:30 Uhr vorzeitig beendet.

Alle Personen, die gegen die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verstießen, wurden angezeigt. Insgesamt wurden 253 Verstöße festgestellt. Über die Höhe des zu bezahlenden Bußgeldes entscheidet nun die jeweils zuständige Kreisverwaltungsbehörde.

Insgesamt acht Verkehrsunfälle (im Vergleich: sieben im Vorjahr) ereigneten sich in der Silvesternacht, wobei sieben Personen verletzt wurden und ein Sachschaden von rund 25.000 Euro entstand. Zudem wurden die Polizeibeamten zu insgesamt 32 Ruhestörungen, sechs Sachbeschädigungen und neun Körperverletzungen gerufen.

Letztlich kommt das Polizeipräsidium zu einem positiven Fazit: „Alles in allem kann im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd von einer ruhigen Silvesternacht gesprochen werden.“

Von Kreisbote

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