Josef-Zerhoch-Grundschule: Vorplanung für Ersatzneubau steht

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Peißenberg – Der Hochwasserschutzausbau, die Bauhofsanierung, die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt oder die Anschaffung neuer Fahrzeuge für die Freiwillige Feuerwehr: Die Marktgemeinde hat in den nächsten Jahren ein ordentliches Investitionspaket abzuarbeiten. Dazu gehört auch der Ersatz- respektive Erweiterungsbau an der Wörther Josef-Zerhoch-Grundschule. Nach aktuellen Kostenschätzungen wird das Projekt mit rund 3,7 Mio. Euro zu Buche schlagen.

Der nördliche Längsbau auf dem Grundschulgelände an der Pestalozzistraße ist marode. Eine Sanierung des in den 1950er Jahren errichteten Gemäuers lohnt sich nicht mehr. Stattdessen soll am Kopf des „U“-förmigen Gebäudetrakts der Grundschule ein Ersatz- respektive Erweiterungsbau errichtet werden. In der jüngsten Marktratssitzung stellte der Schongauer Architekt, Thomas Baldauf, die Vorentwurfsplanung vor. Demnach soll das neue Gebäude nach dem „Lernhausprinzip“ konzipiert werden. Damit will die Schule Alternativmöglichkeiten zum herkömmlichen Frontalunterricht schaffen. Zudem soll der Neubau auf seinem geplanten Flachdach ein „grünes Klassenzimmer“ mit Pergola, Wetterstation und ähnlichem erhalten. Das Problem der unterschiedlichen Höhenniveaus zwischen den vorhandenen Bauten wird unter anderem durch den Einbau eines behindertengerechten Lifts gelöst.

Baldauf skizzierte einen engen Zeitplan: Bis März 2020 soll die Genehmigungsplanung vorliegen und bis Ende nächsten Jahres der Rohbau stehen. Zu Beginn des Schuljahrs 2021/2022 könnte der neue Gebäudeteil dann in Betrieb gehen. Und wie sieht es mit den Kosten aus? Baldauf rechnet mit einem Aufwandsvolumen von 3,7 Mio. Euro. „Mir war bewusst, dass wir in solchen Sphären landen werden“, betonte Marktkämmerer Michael Liedl. Momentan würde sich die Rathausverwaltung darum bemühen, das von der Schule gewünschte „Gründach“ in die Förderung zu integrieren. Dazu müsse man aber erst den besonderen pädagogischen Wert nachweisen. Insgesamt, so Liedl, sei grob geschätzt mit einer Förderung von bis zu 1,7 Mio. Euro zu rechnen. Das heißt, die Gemeinde müsste zwei Millionen Euro aus eigener Tasche finanzieren. Für den chronisch klammen Markt ein ordentlicher Batzen. Doch laut Liedl ist die Erweiterung respektive der Ersatzneubau der Grundschule „alternativlos“ und „schnellstmöglich“ umzusetzen.

Von Bernhard Jepsen

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