Dr. Ulrich Bracker zum Vorsitzenden gewählt

Neuer Vorstand bei der Caritas

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Auf die neuen Aufgaben in der Vorstandschaft freuen sich v.li.: zweiter Vorsitzender Oliver Pilz, Professor Pater Dr. Bernhard Vondrasek, erweiterter Vorstand; Monika Funk, Geschäftsführerin des Caritasverbandes und erster Vorsitzender Dr. Ulrich Bracker.

Weilheim – „Voller Dank für die Leistungen von Werner Jacob und Horst Mansfeld übernehmen wir deren Ämter“, erklärte der neue Vorsitzende des Caritasverbands Dr. Ulrich Bracker nach den Neuwahlen.

Der Weilheimer Notar (61) folgt damit Jacob (71), der seit 1996 dem katholischen Wohlfahrtsverband im Landkreis vorgestanden hatte. Der Ge- schäftsführer der Ökumenischen Sozialstation Weilheim-Schongau Oliver Pilz (43) übernimmt das Amt des zweiten Vorsitzenden und tritt in die Fußstapfen von Mansfeld (79). Der Salesianer, Caritaswissenschaftler und Hochschullehrer für „Theorien und Methoden Sozialer Arbeit“ Profesor Pater Dr. Bernhard Von­dra­­sek (42) aus Benediktbeuern ist vom Augsburger Bischof Dr. Konrad Zdarsa zum erweiterten Vorstand berufen worden. 

Mansfeld erklärte, dass man als Vorsitzender nicht nur die Aufgabe habe, auf die finanzielle Stabilität des Verbandes zu achten, sondern auch ihn weiterzuentwickeln, um den sozialen Nöten der Menschen vor Ort immer wieder neu gerecht zu werden. „Da gilt es, das Personal zu haben, gut zu planen und sich mit den Kommunen oder dem Landkreis abzustimmen“, ergänzte Jacob. Rund 500 Stunden im Jahr erforderte sein Ehrenamt, wie er einmal hochgerechnet hatte. Sein erster Kontakt zur Caritas reicht in die 1970er Jahre zurück. Jacob machte sich damals auf, als Caritas-Sammler um Spenden für Menschen in Not zu bitten. Der frühere Verwaltungsangestellte des Kreiswehrersatzamtes in Weilheim rief damals auch Aktionskreise der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) ins Leben. 1981 gehörte er zu den Mitbegründern des Orts-Caritasverbandes Weilheim. 

Sein Rat an den neuen Vorstand ist, stets auf den Kern dieses Ehrenamtes zu achten, nämlich sich den Menschen zuzuwenden, die die Hilfe der Caritas brauchen. Gesunde Skepsis und ein gesunder Menschenverstand seien nötig. Auch die Konfrontation dürfe man um die Sache willen nicht scheuen. Auch wenn er nicht mehr dem Vorstand angehört, wird Jacob künftig dem Caritas-Rat, dem „Aufsichtsrat“ des Caritasverbandes für den Landkreis Weilheim-Schongau e.V., angehören und dort seine Erfahrungen einbringen.

 „Unsere Nachfolger werden es gut machen“, sind Jacob und Mansfeld überzeugt. Bracker bringt dafür langjährige berufliche und ehrenamtliche Erfahrungen als Notar, Mitglied der Kirchenverwaltung und Mitorganisator des Internationalen Weilheimer Orgelsommers ein. Er sieht sich als „Gesprächspartner“ der eigentlich handelnden Personen der Caritas, der Geschäftsführung und aller Caritas-Mitarbeiter. „Ich will aber nicht nur zuhören, sondern Situationen und Herausforderungen klären helfen und ihnen in ihrer praktischen Arbeit den Rücken frei halten, damit sie ihrem Auftrag gerecht werden können“, sagte Bracker. Er setzt auf einen regen Diskussionsprozess. Nur so könne auch künftig ein frischer Wind durch die Caritas wehen. 

Pilz als zweitem Vorsitzenden sind die vielen sozialen Probleme der Menschen im Landkreis nicht unbekannt. Er betrachtet seine neue ehren- amtliche Aufgabe als eine spannende Herausforderung. Das Portfolio des Angebotes des Caritasverbandes müsse erweitert werden, um für die Menschen, die die unterschiedlichsten Hilfen brauchen, etwas tun zu können. 

Vondrasek ergänzte: „Wenn die Caritas etwas tut, dann müssen wir es sehr gut tun und uns durch unsere Haltung und unser Selbstverständnis von anderen Anbietern unterscheiden.“ Seine Grundhaltung und gleichzeitig seine Forderung an die Caritas begründet er aus seinem christlichen Glauben heraus: „Die Caritas hat die Liebe Gottes im professionellen Gewand zu verschenken.“

von Kreisbote

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