Geschäftsführerin Marsch plant digitale Angebote und Kooperation mit anderen Bildungsträgern

Neue Ideen für die Vhs

+
Andrea Marsch, neue Geschäftsführerin der Vhs Weilheim und Helmut Hornung, erster Vorsitzender.

Weilheim – 25 Jahre war Rosamaria Wittlinger das Gesicht der Volkshochschule (Vhs) Weilheim. Ende September 2018 ging diese in den Ruhestand und gab das Amt der Geschäftsführerin an Andrea Marsch ab. Diese ist bei der Vhs keine Unbekannte.

Wie wichtig Bildung ist, war der 38-Jährigen aus Fuchstal im Landkreis Landsberg schon früh klar. Nach einer Ausbildung zur Arzthelferin entschloss sie sich, über den zweiten Bildungsweg an der BOS ihr Abitur nachzuholen. Im Anschluss studierte Marsch Diplompädagogik an der Uni Augsburg, ehe sie ein Stipendium bekam und verschiedene Sprachreisen und Fortbildungen absolvierte.

„In der Uni hatte ich einen sehr guten Professor, der auch Leiter der Vhs Ulm war. Dadurch wurde mir klar, dass man bei der Vhs im Bereich der Erwachsenenbildung viel bewegen kann“, erklärte Marsch bei einem Pressegespräch. So kam sie anschließend zur Vhs in Unterhaching, wo sie sechs Jahre als Fachbereichsleitung und stellvertretende Bereichsleitung tätig war und gleichzeitig ihren Wirtschaftsfachwirt an der IHK nachholte. Neben dem Web-Auftritt und Online-Marketing war Marsch dabei für die Digitalisierung des Verwaltungsbetriebs zuständig.

Letzteres ist ihr in der Vhs Weilheim ein wichtiges Anliegen. So sollen im Frühjahr-/Sommersemester erstmals „Webinare“ angeboten werden. Dadurch haben BürgerInnen die Möglichkeit, sich auch von zuhause aus weiterbilden zu können. Auch im Verwaltungsbereich sieht die neue Geschäftsführerin in puncto Digitalisierung noch Nachholbedarf. „Die Homepage möchte ich gerne kundenfreundlicher gestalten, sodass sie leichter zu bedienen ist“, so Marsch. Durch diese Änderungen könnten vermehrt auch junge Menschen auf die Angebote der Vhs aufmerksam und eine neue Zielgruppe erschlossen werden. „Durch die digitalen Angebote soll der Präsenzunterricht keineswegs abgeschafft, sondern vielmehr ergänzt werden, wo es sinnvoll ist“, so Marsch.

Die Vhs in Weilheim solle eigenständig bleiben und ein Ort der Begegnung, unabhängig von Nationalität, Religion oder Alter, werden, erklärte Marsch eines ihrer Ziele. „Es soll für jeden Bürger etwas dabei sein.“ Damit dies auch gelinge, müsse sich zudem strukturell etwas ändern: Um weiterhin aus den Töpfen des Gesetzes zur Förderung der Erwachsenenbildung (EbFöG) schöpfen zu können, muss bis 2020 ein sogenanntes Qualitätsmanagement implementiert werden. Zudem möchte Marsch in Zukunft mit den Nachbar-Vhs und mit ortsansässigen Bildungseinrichtungen kooperieren. Im Gespräch ist dabei eine Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus, um Grundbildung zu fördern und den funktionalen Analphabetismus zu bekämpfen. Auch sollen für ausländische Mitbürger wieder Deutschkurse angeboten werden.

„Es soll ein breitgefächertes Programm für die Bürger von Weilheim geben“, versprach die neue Geschäftsführerin, die für ihre kurze Amtszeit schon viele Ideen und Vorschläge an den Tag legt.

Von Maria Lindner

Auch interessant

Meistgelesen

Fein gespeist und flott getanzt
Fein gespeist und flott getanzt
Alles für den großen Tag
Alles für den großen Tag
Aller Ehren wert
Aller Ehren wert
Lawinenschutzwald hat sich bewährt
Lawinenschutzwald hat sich bewährt

Kommentare