Sparkasse Oberland und Rotary-Club sponsern Gastauftritt von Nachhaltigkeitsexperten an FOS/BOS

1 000 Bäume für einen Vortrag

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Gruppenbild mit Sponsoren und Gastreferent: (v. l.) Robert Christian Mayer, Sparkasse Oberland; Frithjof Finkbeiner, FOS/BOS-Schulleiterin Rosemarie Bastuck; Günther Schatz, Past-Präsident Rotary-Club Weilheim; Dr. Christoph Wittermann, Präsident Rotary-Club Weilheim und Christian Dick.

Weilheim – „Mensch, das müssten die Schüler hören“, dachte sich Studiendirektor Christian Dick, als er vor anderthalb Jahren beim Unternehmerkreis Weilheim-Peißenberg einen Vortrag von Professor Franz Josef Radermacher besuchte.

Es ging um die Frage, wie die Globalisierung gerecht gestaltet werden und was der Einzelne dafür tun kann. Ein Zukunftsthema, das Dick auch an der Fach- beziehungsweise Berufsoberschule in Weilheim implementieren wollte. Als Mitarbeiter der Schulleitung setzte er alle Hebel in Bewegung – und siehe da: Auf Vermittlung von Radermacher war kürzlich der Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft des „Club of Rome“ und Mitglied der „Global Marshall Plan Initiative“, Frithjof Finkbeiner, in der Schulaula zu Gast. Sein Thema vor rund 350 Schülern: „Die ökologische Perspektive – gerade auch für die Jugend.“

Möglich wurde der Vortrag durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Oberland und des Rotary-Clubs Weilheim. Die beiden Institutionen spendeten 1 000 Euro – wobei der Betrag nicht direkt als Honorar für Finkbeiner verwendet wurde. Für das Geld sollen als Kohlendioxidspeicher 1 000 neue Bäume gepflanzt werden (Initiative „Plant fort the Planet“).

Ziel des Vortrags war es, die Schüler für das Thema zu sensibilisieren und auf die Fehlentwicklungen der Globalisierung aufmerksam zu machen. Finkbeiner hielt kein monotones Frontalreferat, sondern skizzierte im Dialog mit den Schülern die Probleme (unter anderem Bevölkerungswachstum, Umweltzerstörung, Klimawandel, ungleiche Vermögensverteilung, politische Krisen) und zeigte mögliche Lösungsansätze auf. „Wir haben nur eine 30-prozentige Chance in der jetzigen Zivilisation zu überleben“, erklärte Finkbeiner. Das klang zunächst nicht sonderlich optimistisch – aber: „Wenn man keine Alternative hat, sind 30 Prozent ein ganz schöner Haufen.“ Finkbeiners Grundtenor: „Die Marktwirtschaft braucht Rahmenbedingungen. Wir brauchen keine radikale, sondern eine ökosoziale Marktwirtschaft.“

Von Bernhard Jepsen

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