Felicitas Betz setzt sich in Polling gegen Gerhard Treiblmair durch

Erstmals eine Frau im Amt

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Felicitas Betz konnte sich in der Stichwahl gegen Gerhard Treiblmair durchsetzen.

Polling – Zum ersten Mal kandidierte in Polling eine Frau für das Bürgermeisteramt. Mit Erfolg: 53,83 Prozent holte Felicitas Betz (Wahlgemeinschaft Polling) in der Stichwahl gegen Gerhard Treiblmair (GWE).

Die Erleichterung, dass der Wahlkampf, in dem es nicht immer harmonisch zuging, nun beendet ist, war beiden Kandidaten ins Gesicht geschrieben. „Die Stichwahl war denkbar spannend“, zeigte sich Betz durchaus zufrieden mit ihrem Ergebnis. Zehn Gemeinderäte hatten bereits vor der Stichwahl ihre Wahlempfehlung für Betz ausgesprochen. Dadurch ging sie zuversichtlich in die Stichwahl. 

Im ersten Wahlgang lagen nur 63 Stimmen zwischen den beiden Kandidaten. Daher war auch für die zweite Runde nicht abzusehen, wer das Rennen machen würde. Vor allem, da Gerhard Treiblmair bei der Wahl zum Gemeinderat die viertmeisten Stimmen holte. 

„Ich bin zweiter Sieger“, sagte er nach der Bekanntgabe des Ergebnisses am Sonntag. „Ich bin hier politischer Neuling, daher ist es für mich ein Traumergebnis“, zeigte er sich dankbar für die zahlreichen Stimmen. Auf seine Arbeit im Gemeinderat freut sich Treiblmair trotz seiner Niederlage. „Ich bin stolz darauf.“

Betz hofft, dass nun alle im Gemeinderat an einem Strang ziehen und die Streitigkeiten in Polling ein Ende haben. „Im Vorfeld lief es nicht ganz optimal“, bedauerte die 42-Jährige. „Zunächst möchte ich die Gemüter wieder beruhigen“, sieht sie Potenzial für eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gremium, dem sie bereits in der letzten Legislaturperiode angehörte. „Ich glaube, Frauen sind mehr auf Harmonie bedacht“, möchte sie ein friedliches Miteinander der Räte erreichen. 

Betz weiß auch schon, welche Projekte sie angreifen wird. „Ich möchte endlich das Thema Sportplatz angehen, es hat nun lange genug gedauert“, will sie eine vernünftige Lösung finden. Auch das bereits auf den Weg gebrachte interkommunale Gewerbegebiet Achalaich möchte die Bankkauffrau voranbringen. Grundstücke für das Einheimischenmodell würde sie ebenfalls gerne ausweisen. „Das ist zunächst ein Wunschtraum“, konnte sie noch nichts zum konkreten Vorgehen sagen. 

Mit 69,54 Prozent lag die Wahlbeteiligung in Polling deutlich höher als bei den anderen Stichwahlen im Landkreis.

Von Ursula Gnadl

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