WBV wählt ihre Spitze neu

Vorsitzender Jakob Promberger im Amt bestätigt – Georg Adlwart zum Vize ernannt

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Gewählt und gewürdigt: Dem Führungsteam gehören an (vorne v. re.) Peter Stemmer, Hans Lößl, Georg Adlwart und Jakob Promberger. Geehrt wurden Geschäftsführer Klaus Deibel (vorne li.) sowie die Dame und die Herren in den hinteren Reihen.

Oberhausen – Nach fünf Jahren hat die Waldbesitzervereinigung Weilheim (WBV) ihr Führungsteam neu gewählt.

Dabei wurde im Oberhauser Stroblwirt der erste Vorsitzende, Jakob Promberger, im Amt bestätigt. Der Deutenhauser steht seit 20 Jahren an der Spitze des Vereins, der im Altlandkreis Weilheim tätig ist. Neuer Stellvertreter ist Georg Adlwart aus Antdorf. Er löst Moritz Sappl ab. Der Antdorfer gehörte 30 Jahre ununterbrochen der Vorstandschaft an. Keine Änderungen gab es beim Posten des dritten Vorsitzenden (Georg Lampl/Wilzhofen) sowie bei den Beisitzern (Peter Stemmer/Magnetsried, Hans Lößl/Seeshaupt).

Was die hiesigen Waldbauern heuer aller Voraussicht nach wieder auf Trab halten wird, ist der Borkenkäfer. Es gebe eine „hohe Ausgangspopulation“ aus dem Vorjahr, betonte Christian Schuller vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). „Eigentlich ist jede Fichte im Landkreis gefährdet.“ Daher rief der AELF-Mitarbeiter die Anwesenden auf, frühzeitig nach dem Rechten zu sehen. „Jeder Waldbesitzer ist zur Befallskontrolle und Aufarbeitung von Borkenkäferholz verpflichtet.“ Normalerweise fresse der Käfer „drei mal so viel wie der Wind geworfen hat“, fügte WBV-Geschäftsführer Klaus Deibel hinzu.

Das verstärkte Auftreten der Insekten wirkt sich auch auf die Mitgliederzahl aus. Diese steigt laut Deibel „mit den Kalamitäten“. 1 033 Mitglieder gehörten der Selbsthilfeorganisation Ende 2017 an – 19 mehr als 2016. Die Fläche wuchs um 40 auf 8 765 Hektar. Die Vermarktungsmenge blieb relativ unverändert. 2017 zählte man 58 527 Einheiten (52 780 Festmeter) und im Jahr zuvor waren es 56 381 Einheiten (50 825 Festmeter). Der Holzgeldumsatz betrug zuletzt circa 3,6 Millionen Euro (im Jahr zuvor rund 3 Millionen Euro). Die Einnahmen beliefen sich auf rund 242 000 Euro, die Ausgaben auf etwa 214 000 Euro. Das ergibt einen Gewinn von circa 28 000 Euro. Während es zuletzt aufgrund der enormen Nachfrage gelang, den Preis für das Leitsortiment Fichte BC 2b wieder auf 90 Euro pro Festmeter zu heben, rechnet der stellvertretende Geschäftsführer, Georg Goldhofer, mit einem Rückgang um etwa fünf Euro in der nächsten Zeit. Denn: „Die Sägewerke sind sehr gut versorgt mit Holz.“ Vergangenen Sommer sei man „fast erstickt“ angesichts der großen Menge an Käferholz.

Auf die Wildschweinthematik ging Wolfgang Scholz ein, stellvertretender Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands (BBV) und dessen Kreisobmann. Er hatte kein Verständnis dafür, dass Nachtzielgeräte in allen bayerischen Bezirken genehmigt werden, nur in Oberbayern nicht. „Da müssen wir uns dahinterklemmen.“

Die WBV ehrte an dem Abend auch langjährige Obmänner, eine Obfrau sowie Geschäftsführer Deibel. Er bekleidet den Posten seit 25 Jahren.

Von Roland Lory 

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