Gemeinden beteiligen sich an Schildern – Zuschuss aus EU-Fördermitteln

Wandern liegt im Trend

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Übergabe des Förderbescheids: Am Gögerl waren vor Ort (v.li.) Weilheims Tourismusreferent Andreas Schalk, Kirsten Hosse (Regionalmanagement), Susanne Lengger (Tourismusverband), Leader-Manager Ethelbert Babl und Bürgermeister Markus Loth.

Weilheim – 450 Kilometer Wanderwege im Pfaffenwinkel werden demnächst einheitlich ausgeschildert. Fast alle Gemeinden des Landkreises sind mit im Boot. Das Ganze kostet rund 420 000 Euro, wobei aber beträchtliche Zuschüsse fließen.

Auf dem Gögerl wurde jetzt der Förderbescheid für das Leader-Projekt übergeben. Leader ist ein EU-Förderprogramm. 177 000 Euro werden aus diesem Topf für die Umsetzung der Wanderwege bereitgestellt. Im Gegensatz zum Radwegenetz gibt es hier noch keine einheitliche durchgängige Beschilderung. 

Dies soll ab diesem Sommer anders sein. Die beteiligten Kommunen erhalten die Tafeln und stellen diese selbst auf. Außerdem sollen Themen- und Erlebniswanderwege angelegt werden. Auf dem Gögerl etwa zum Thema Wallanlagen. 

 Es soll Spielstationen geben, aber auch Ruheinseln. Bürgermeister Markus Loth begrüßte das Vorhaben. Schließlich sei das Gögerl „eines der wichtigsten Naherholungsgebiete“. 

Weitere Beispiele für Themenwege sind: Römer und Welfen am Lech (Schongau, Peiting), Erdfunkstelle (Raisting), Stein- und Holzerlebnisweg (Huglfing), Klosterweiherweg (Bernried) und ein Kapellenweg (Antdorf). 

„Wandern ist ein immenser Markt“, betonte Susanne Lengger, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Pfaffenwinkel. Vom Image her habe sich das Ganze komplett gewandelt, „weg von der Altherren-Sportart“. Die „Qualitätswanderregion“ ist das umfangreichste Leader-Förderprojekt, das im Gebiet der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel realisiert wird. 

Die einheitliche Beschilderung nutze sowohl den Einheimischen als auch den Touristen, unterstrich Leader-Manager Ethelbert Babl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten. Wichtig sei, dass das Konzept „von unten“ entwickelt worden sei und die Wertschöpfung in der Region bleibe. Babl verwies auch auf die Brückenfunktion, die das Wanderwegenetz für die Region zwischen Starnberger See und Lech habe. Sein Fazit: „Die 177 000 Euro sind gut angelegt.“ Dabei waren 20 Kommunen unter einen Hut zu bekommen. „Die Lokale Aktionsgruppe und der Tourismusverband haben das mit Bravour geschafft.“ 

 Die beteiligten Gemeinden schultern 227 000 Euro, der Tourismusverband 11 600 Euro und das Auerbergland 5 800 Euro. Dort sind die Wanderwege bereits einheitlich ausgeschildert. Jetzt sind noch Verbesserungen geplant, wie etwa, Aussichtspunkte mit Panoramatafeln auszustatten. 

Weitere Projekte sind bereits in Planung: So soll im Pfaffenwinkel ein Wanderweg zum Thema „Heilige Landschaft“ entstehen. Er wird am Hohenpeißenberg beginnen und zu verschiedenen Klöstern führen. Außerdem will man sich den Fernwanderwegen widmen.

Von Ola

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