Neuer Gebührensatzung zugestimmt

In Weilheim steigen die Wasserkosten

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Weilheims gutes Trinkwasser hat seinen Preis.

Weilheim – Für ihre Wasser-, Abwasser- und Zählergebühren müssen die Weilheimer ab Januar 2013 tiefer in die Taschen greifen. Die Stadtwerke begründen den Anstieg damit, dass das kosten- deckende Betreiben der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sonst nicht mehr möglich ist.

Alle drei Jahre, zuletzt 2009, kalkulier(t)en die Stadtwerke die Gebühren neu. Rund 80 Prozent der Wassergebühren sind Fixkosten. Bei der letzten Berechnung stellte sich heraus, dass die Absatzmenge beim Trinkwasser rückläufig und die Personal- und Beschaffungskosten angestiegen sind. Auch die Sanierungsarbeiten auf dem Grundstück an der Krumpperstraße und der Neubau für die Stadtwerkeverwaltung und den technischen Bereich der Wasserversorgung an der Deutenhausener Straße schlagen zu Buche. 

Die neue Grundgebühr stieß bei CSU und Grünen auf Kritik, da sie verbrauchsunabhängig sei und die Wassersparer bestrafe.  Gerüchten aus der Bürgerschaft, dass die höheren Wassergebühren auch für den Defizitausgleich bei der Tiefgarage am Altstadtcenter und den Neubau des Betriebshofes (früher Bauhof) verwendet werden, trat Stadtwerkeleiter Magnus Nigg entschieden entgegen. In der Wasser- und Abwasserkalkulation, stellte Nigg in der Stadtratssitzung heraus, seien ausschließlich Kosten aufgeführt, die in diesen beiden Bereichen angefallen sind. Verluste der Tiefgarage und Kosten für den Neubau des Betriebshofes  werden separat berechnet.

Auf einen 4 Personen-Haushalt mit 200 m3 jährlichem Wasserverbrauch entfallen 36 Euro Mehrkosten plus 2,52 Euro Mehrwertsteuer. Die Grundgebühr/m3 Wasser beträgt ab 1. Januar 1,13 Euro (bisher 1 Euro, 5 Cent für Neubau, Bereich Wasser). Für den durchflussabhängigen Grundgebührzähler werden künftig den meisten Wasserkunden 36 Euro (bisher 24) berechnet. Beim Abwasser wird eine 24 Euro Grundgebühr/Jahr neu eingeführt (2 Cent für Neubau, Bereich Abwasser). Die Schmutzwassergebühr steigt  von 1,95 auf 1,99 Euro je m3; für das Entsorgen des Niederschlagswassers werden 0,43 (bisher 0,40) Euro je m3 fällig. Eine Mehrwertsteuer wird hier nicht erhoben.

Der Stadtrat gab der neuen Gebührensatzung mehrheitlich grünes Licht (Gegenstimmen: Bayer, Gast (CSU), Grehl, Honisch (Grüne).                               Von Maria Hofstetter

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