Ein Weiher zum Gedenken – Wessobrunn: Dritter Anlauf für Ehrung von Luise Rinser

Die ersten beiden Anläufe, die Schriftstellerin Luise Rinser in Wessobrunn zu ehren, verliefen vor knapp zehn Jahren im Sande. Zum 100. Geburtstag der Literatin, die in Forst unterrichtete und im Klosterdorf begraben ist, soll dies nun nachgeholt werden.

Auf Anregung von Kirchenpfleger Franz Langer unternimmt die Gemeinde einen neuen Anlauf, Rinser, die im Klosterdorf beerdigt ist und die an der Schule in Forst als Lehrerin arbeitete, zu würdigen. In einem Schreiben an die Gemeinde schlug Langer vor, einen Weiher am östlichen Ende des Klostergeländes, den Rinser in ihrem Roman „Die Gläsernen Ringe“ erwähnt, wieder herzurichten und mit einer Gedenktafel zu versehen. Diesen Vorschlag würden auch die Kirchenstiftung und -verwaltung unterstützen. Langer regte an, Bänke aufzustellen und für eine entsprechende Bepflanzung zu sorgen. Der Vorschlag stieß bei den Gemeinderäten auf ein positives Echo. Bürgermeister Helmut Dinter zeigte sich angetan, auch wenn die Schriftstellerin aufgrund ihrer Nähe zur RAF nicht unumstritten war. „Trotz der Vorbehalte genießt sie Weltruf und da steht es der Gemeinde durchaus an, sie zu würdigen“, erklärte der Rathaus- chef. Sein Vorschlag, mit der Kirchenstiftung und dem Verein „Wessofontanum“ das weitere Vorgehen zu besprechen, fand breite Zustimmung im Gemeinderat. Im Zuge dessen soll auch über einen eventuellen Rundweg in Verbindung mit der neuen Grotte oder auch des Rinser-Grabs auf dem Friedhof nachgedacht werden. Umgesetzt werden soll das ganze Vorhaben bis zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin am 30. April 2011.

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