Musikschule Weilheim bietet Workshops, Zehnerkarten und kostenlosen Unterricht

Herausforderungen schenken

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Hornisten sind überall gefragt, denn sie braucht man in vielen verschiedenen Ensembles.

Weilheim – Pralinen, eine Krawatte oder doch lieber gestrickte Socken? So langsam machen sich viele Gedanken, was sie ihren Liebsten zu Weihnachten schenken sollen. Statt langweiliger Verlegenheitsgeschenke könnte in diesem Jahr etwas ganz Besonderes unterm Baum liegen: Musik – und zwar zum Selbermachen.

„Wir machen das Schenken leichter“, erklärt Musikschulleiter Josef Dichtl, „denjenigen, die schon alles haben, schenkt man Zeit und Musik.“

Bereits seit eineinhalb Jahren bietet die Musikschule Zehnerkarten an, die sich auch sehr gut verkaufen. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Erwachsene. Zwar kommen die Einzelstunden ein bisschen teurer als für reguläre Musikschüler, allerdings können sie in Absprache mit dem jeweiligen Lehrer auch flexibel genommen werden. Egal ob Neueinsteiger oder Erfahrene, die wieder einsteigen wollen: „Prinzipiell ist jedes Instrument möglich“, sagt Dichtl.

 Besonders würde es ihn aber freuen, wenn sich für die drei Orchideenfächer neue Interessenten – egal ob jung oder alt – fänden. In der Reihe „Instrument des Monats“ stellt die Musikschule ihre „musikalischen Sorgenkinder“ vor; momentan sind diese das Fagott, die Oboe und das Horn. „Sie werden ständig und überall gebraucht, aber fast niemand spielt sie“, bedauert Dichtl. Die jeweiligen Einsteigerkurse dauern drei Monate. Um die Edelhölzer und das Horn Musikliebhabern noch schmackhafter zu machen, gibt es ein außergewöhnliches Angebot: „Man kann den Unterricht verschenken, ohne dass es etwas kostet“, stellt Dichtl das Konzept vor. Lediglich die Gebühren für die benötigten Leihinstrumente müssen entrichtet werden. Die Anmeldung für diese drei Kurse läuft bis 9. Januar.

Im März folgt in der Reihe „Instrument des Monats“ das E-Drum Set. Auf ihm spielt es sich wie auf einem echten Schlagzeug. Der Vorteil: Wenn der Schüler Kopfhörer anschließt, wird keiner durch den Geräuschpegel gestört. Drei neue Instrumente schaffte die Musikschule kürzlich an, die es nun zu bespielen gilt. In der Musikschule darf weiter auf akustischen Schlagzeugen getrommelt werden, zu Hause wird es mit dem Mietinstrument, 22 Euro sind zu zahlen, ruhig. Anmeldung bis 2. März.

Auch Erwachsene, die noch nie Kontakt zu Noten hatten, können in der Musikschule einsteigen. Besonders geeignet sind für sie das Alphorn und die Veeh-Harfe. „Gemeinsam Musizieren über alle Altersgrenzen“, heißt das Projekt, das zum Mitmachen animieren soll. In kleinen Gruppen werden schon nach kurzer Zeit erste Lieder angespielt. Die Kurse dauern zwei Monate. Die Anmeldung läuft bis 7. (Alphorn) und 16. (Veeh-Harfe) Januar.

Eine Anregung „für den aufmerksamen Kinogänger, den interessierten Hörer oder den kreativen Filmmusikfreak“ ist ein außergewöhnlicher Kurs: Im eintägigen Workshop „Der Ton zum Film“ kann mitmachen, wer bereits musikalische Grundbegriffe kennt. Am 24. Januar verrät Rainer Fabich, der selbst schon viele Filmmusiken geschrieben hat, einen ganzen Tag lang die Geheimnisse aus diesem Bereich.

Besinnlich wird es im Adventsworkshop „Bayrisch Singen und Musizieren“. „Meistens beißt‘s bei der zweiten Strophe von Stille Nacht schon aus“, ermutigt Dichtl, sich mehr mit volkstümlichen Liedern zu beschäftigen. Jeweils samstags zwischen 16 und 18 Uhr können sich am 6., 13. und 20. Dezember daher alle, die gerne singen oder Gitarre, Akkordeon, Klavier oder Zither spielen, in der Musikschule einfinden. Anmeldeschluss für das weihnachtliche Musizieren ist der 5. Dezember.

Wer mehr über die aktuellen Angebote erfahren oder sich anmelden möchte, kann einfach ins Büro der Musikschule kommen oder anrufen unter Tel. 0881/682620.

Von Ursula Gnadl

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