Festlicher Melodienreigen mit neuem Dirigenten und Chorbegleitung

Von Barock bis Pop

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Anian Schwab (vo.re.) ist seit März 2018 musikalischer Leiter der Stadtkapelle.

Weilheim – Es war in der Tat ein besonderes Weihnachtskonzert: Anian Schwab stand erstmals als musikalischer Leiter am Dirigentenpult. Die Musiker spielten bei diesem festlichen Anlass nicht allein auf der Bühne: Zusammen mit dem Kirchenchor Mariae Himmelfahrt führten sie unter anderem Teile aus der vom Weilheimer Organisten Jürgen Geiger einstudierten „Missa Katharina“ auf.

Wenn die Stadtkapelle zu ihrem Weihnachtskonzert lädt, lässt sich das Publikum nicht lange bitten. Bis zur letzten Minute wurden Stühle in die voll besetzte Stadthalle hineingetragen, in der Stadtkapellen-Vorstand Rainer Heinl neben der örtlichen Prominenz und Vertretern des Musikbundes (MON) viele Kameraden aus benachbarten Kapellen begrüßte. Sebastian Hofer moderierte das Konzert, das in gut zweieinhalb Stunden durch die ganze Welt der Blasmusik führte, von traditionell über konzertant bis modern.

Es war ein Genuss zu hören, wie harmonisch die beiden Klangkörper – die Chormitglieder in festlichem Schwarz und die Stadtkapelle in traditioneller Tracht – gemeinsam vier Stücke aus der „Missa Katharina“ von Jakob de Haan und Wayne Shanklins „Chanson d‘Amour“ interpretierten. Sopranistin Astrid Lazar rundete mit ihrer gefühlvollen Stimme das musikalische Gesamterlebnis ab. Vor der Pause entführte die Kapelle das Publikum noch in die Welt des Films („Kung Fu Panda“ mit 15 verschiedenen Schlaginstrumenten gespielt) und nach Ungarn (Triumphmarsch „Attila“).

Im nächsten Part zeigten die Jungmusiker unter der Leitung von Anton Reindl mit Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“, dem lateinischen Friedensgebet „Dona Nobis Pacem“ und „Jingle Bells“ nicht nur ihr musikalisches Können, sondern moderierten ihre Vorführungen mit selbstbewusstem Auftritt.

Polka, Marsch, Medley und modernes amerikanisches Weihnachtslied – der dritte und letzte Teil spiegelte die große Bandbreite der Blasmusik wider. Beim Publikum gingen ein klassischer Triumphmarsch aus der k.u.k.-Monarchie, böhmische Polka und Ausflüge in die Popmusik nicht nur ins Ohr, sondern animierten zum kräftigen Mitwippen. Robbie Williams, Mariah Carey und der gebürtige Huglfinger Thomas G. Greiner lieferten den musikalischen Stoff dazu.

Vorstand Heinls zu Beginn geäußerter Wunsch nach positiver Berichterstattung fällt nicht schwer. Nach mehreren Zugaben, eine davon gemeinsam mit dem Kirchenchor, ging für die Besucher ein beschwingter Abend zu Ende. 

Von Maria Hofstetter

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