Für Leistungen, die Respekt verdienen, ausgezeichnet und geehrt

Drei Preise und eine Medaille

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Bei der Weihnachtssitzung des Stadtrates v. li. Weilheims Dritte Bürgermeisterin Angelika Flock; Sebastian Schmederer und Herbert Leistner von den „KunstBändigern“, Träger des Kulturpreises; Heinz Botsch, Träger des Umweltpreises; Erster Bürgermeister Markus Loth; Michael Limbrunner, stellvertretender Kreisgeschäftsführer BRK Weilheim-Schongau und Jenni Hanzlik, Leitung Jugendrotkreuz Weilheim, Träger des Sozialpreises und Zweiter Bürgermeister Horst Martin.

Weilheim – Kultur, Umwelt und Soziales: Für hervorragende Leistungen in diesen Bereichen vergibt die Stadt alljährlich Ehrenpreise mit einem Preisgeld von je 1 000 Euro. Mit einer besonderen Auszeichnung darf sich jetzt auch Max Kriesmair schmücken: Ihm wurde in der Weihnachtssitzung des Stadtrates die Bürgermedaille überreicht.

Kunst im „Wohnzimmer“

ImproTheater, Musikkabarett, Livemusik, Ausstellungen, Lesungen: Sebastian Schmederer und Herbert Leistner, bekannt als „KunstBändiger“, beleben und fördern die Kunstszene in Weilheim in besonderer Weise. „Wir möchten sie nicht mehr missen“, steht für die dritte Bürgermeisterin Angelika Flock außer Frage.

Nach Auftritten in verschiedenen Theatergruppen gründete das Duo 2012 im Bistro „Hänsel‘s“ seine eigene Kleinkunstbühne. Aus der Überzeugung heraus, dass so etwas bisher in Weilheim gefehlt hat. Der Begriff „Kleinkunst“ sei für die „KunstBändiger“ nicht zutreffend, fuhr Flock in ihrer Laudatio fort, denn „die Kunst, die hier geboten wird, ist alles andere als klein“. Der Name beziehe sich vielmehr auf ihre kleine Bühne vor einem kleinen Zuschauerraum, den Schmederer und Leistner gerne als ihr „Wohnzimmer“ bezeichnen.

Künstler wie Publikum würden diese Nähe gleichermaßen schätzen, die spüren lasse, „wie der Funke überspringt“. Genau das mache den Reiz der Kleinkunst aus, brachte es Flock in ihrer Rede auf den Punkt. Ein Höhepunkt der „KunstBändiger“ seien ihre Aufführungen der gereimten Fassung von Bodo Wartkes „König Ödipus“ gewesen, zusammen mit zwei Mitspielerinnen zuerst im „Hänsels“ und ein Jahr später im Stadttheater, erinnerte die Bürgermeisterin.

Naturschützer an vorderster Front

Ein „Umweltschützer, wie man es sich nur wünschen kann“ ist laut Zweitem Bürgermeister der diesjährige Umweltpreisträger Heinz Botsch. „Sein Herz schlägt für das Weilheimer Moos“ stellte Horst Martin fest. Botsch ist bei der Schutzgemeinschaft Weilheimer Moos und der Lokalen Agenda 21 seit 1997 von Anfang an dabei. 16 Jahre übernahm er für die Schutzgemeinschaft, die sich dafür einsetzt, im Weilheimer Moos wieder neue Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen zu schaffen, den Vorsitz. Die Bund Naturschutz-Ortsgruppe bestellte ihn zehn Jahre zum „Moosbeauftragten“. An der Realisierung und Betreuung des Ammer-Amper-Radweges von Raisting bis Unternogg bei Oberammergau war Botsch federführend beteiligt. Mit dem Fahrrad unternimmt der Weilheimer, in Abstimmung mit dem ADFC, regelmäßig Kontrollfahrten. Mit Vereinsmitgliedern und weiteren Mitstreitern ist Botsch bei der praktischen Landschaftspflege der städtischen Streuwiesen und Grundstücke der Schutzgemeinschaft „an vorderster Front mit dabei“, dankte Martin. 2014 überreichte ihm die damalige Umweltministerin Ulrike Scharf den „Grünen Engel“ des Bayerischen Umwelt- und Verbraucherschutzministeriums. Nun wurden die Verdienste von Botsch im Umwelt- und Naturschutz erneut gewürdigt.

Verantwortung übernehmen und helfen in jungen Jahren

Weilheims größte und heuer besonders erfolgreiche Jugendgruppe ist das Jugendrotkreuz. Mit rund 70 aktiven Mitgliedern im Alter von drei bis 27 Jahren fühlt es sich „wie eine riesige, einzigartige Familie, die sich in fünf Gruppen organisiert hat“, beschrieb Bürgermeister Markus Loth ihr Zusammengehörigkeitsgefühl. Für ihre „hervorragenden Verdienste im sozialen Bereich“ zeichnete sie der Stadtrat mit dem Sozialpreis 2018 aus. Stehen bei den Jüngsten das Spielen und Pflaster kleben im Vordergrund, geht es bei den Gruppentreffen der ab Zwölfjährigen bereits um Erste Hilfe am Kind, Verletzungen bei Verkehrsunfällen und weitere Themen.

„Vor allem die GruppenleiterInnen leisten Immenses“, zeigte sich der Bürgermeister von dem Engagement der Jugendrotkreuzler angetan. Beim dreitägigen Bezirkswettbewerb im Juni in Weilheim – Loth: „ein voller Erfolg – qualifizierten sich zwei Gruppen für den Landeswettbewerb und schafften es dort sogar aufs Siegertreppchen. Beim Bundeswettbewerb im September in Hamburg schlossen die 16- bis 27-Jährigen mit dem zweiten Platz ab und qualifizierten sich für die europäische „First Aid Convention 2019“. Zu ihren weiteren Aktivitäten zählten Zeltlager, Rettungsdienstnacht auf der Wache, Filmprojekte oder eine Reise zum internationalen Treffen nach Solferino an den Gardasee, dem Gründungsort des Roten Kreuzes.

Bei der Weihnachtssitzung des Stadtrates v. li. Weilheims Dritte Bürgermeisterin Angelika Flock; Sebastian Schmederer und Herbert Leistner von den „KunstBändigern“, Träger des Kulturpreises; Heinz Botsch, Träger des Umweltpreises; Erster Bürgermeister Markus Loth; Michael Limbrunner, stellvertretender Kreisgeschäftsführer BRK Weilheim-Schongau und Jenni Hanzlik, Leitung Jugendrotkreuz Weilheim, Träger des Sozialpreises und Zweiter Bürgermeister Horst Martin.

Bei der Weihnachtssitzung des Stadtrates v. li. Weilheims Dritte Bürgermeisterin Angelika Flock; Sebastian Schmederer und Herbert Leistner von den „KunstBändigern“, Träger des Kulturpreises; Heinz Botsch, Träger des Umweltpreises; Erster Bürgermeister Markus Loth; Michael Limbrunner, stellvertretender Kreisgeschäftsführer BRK Weilheim-Schongau und Jenni Hanzlik, Leitung Jugendrotkreuz Weilheim, Träger des Sozialpreises und Zweiter Bürgermeister Horst Martin.

Bei der Weihnachtssitzung des Stadtrates v. li. Weilheims Dritte Bürgermeisterin Angelika Flock; Sebastian Schmederer und Herbert Leistner von den „KunstBändigern“, Träger des Kulturpreises; Heinz Botsch, Träger des Umweltpreises; Erster Bürgermeister Markus Loth; Michael Limbrunner, stellvertretender Kreisgeschäftsführer BRK Weilheim-Schongau und Jenni Hanzlik, Leitung Jugendrotkreuz Weilheim, Träger des Sozialpreises und Zweiter Bürgermeister Horst Martin.

Mit Herzblut für die Blasmusik

Die musikalischen und organisatorischen Aktivitäten von Max Kriesmair für die Blasmusik in Weilheim und weit darüber hinaus füllen Seiten. Neben seinen großen Verdiensten um die Stadtkapelle hob Bürgermeister Loth bei der Verleihung der Bürgermedaille auch Kriesmairs „außergewöhnlich intensives Engagement“ für die Jugendarbeit in Weilheim und die ganze Region hervor.

Seit 1977 ist Kriesmair offizielles Mitglied der Stadtkapelle, wo er später als zweiter Dirigent und zweiter Vorstand aktiv war. Er besuchte die Musikakademie in Trossingen und dirigierte die Musikkapelle Polling, um 1992 als Tubist wieder in die Weilheimer Stadtkapelle zurückzukehren, wo er zehn Jahre die Jugendstadtkapelle leitete. Ob bei Wertungsspielen, Konzerten oder Auftritten: Kriesmair ist stets „mit Herzblut mit von der Partie“, bescheinigte ihm Loth und würdigte auch sein jahrzehntelanges Wirken als Jugendleiter und Leiter beim Bezirksmusikverband Oberland. Mit den örtlichen Musikvereinen organisierte er Feste, kümmerte sich um den Fortbestand der Musikvereine in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Starnberg. Seit über 30 Jahren ist Kriesmair beim Musikbund von Ober- und Niederbayern (MON) aktiv, als Bundesjugendleiter, Referent für Wertungsspiele, in Festausschüssen von Großveranstaltungen. Seit 2014 in der MON-Geschäftsstelle angestellt fungiert er dort als „Allzweckwaffe“, so Loth.

„Ich bin sprachlos“, trat der Geehrte selbst ans Rednerpult und erklärte, dass ihm die Nachwuchsarbeit in der Blasmusik – „das war immer meine Aufgabe“ – noch Spaß bereitet.„Ein paar Jahre, das geht schon noch“, versicherte der 61-Jährige.

Von Maria Hofstetter

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