Dankeschön-Aktion des Zweckverbandes Oberland – Schonfrist für Verkehrssünder unwahrscheinlich

Richtiges parken wird belohnt

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Er hat es richtig gemacht: Sascha Schiementz hat sein Fahrzeug ordnungsgemäß abgestellt und bekam dafür von Anja Fischer und ihrem Kollegen Josef Liebicher eine Rose und eine grüne Dankeskarte überreicht. Im Hintergrund v. li. Horst Martin, Weilheims zweiter Bürgermeister; Michael Braun, Geschäftsführer Zweckverband und Ordnungsamtleiter Andreas Wunder.

Weilheim – Wer am Dienstag in Weilheim falsch geparkt hat und dabei erwischt wurde, dürfte angenehm überrascht gewesen sein. Anlässlich des Valentinstags wurden nämlich keine Tickets sondern „gelbe Karten“ verteilt.

Belohnt werden sollten mit dieser Aktion aber eher die „Richtigparker“. Sie bekamen vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland eine Rose und eine grüne Karte übergeben. Für Weilheim standen dafür rund 300 Rosen parat, insgesamt wurden circa 3 000 Rosen vom Zweckverband in ausgewählten Gemeinden verteilt. Mit dieser Aktion, die heuer zum neunten Mal durchgeführt wurde, wolle man sich bei den Verkehrsteilnehmern bedanken, die richtig parken, sagte Geschäftsführer Michael Braun. Wurde derjenige nicht bei seinem Wagen angetroffen, bekam er die Präsente von Anja Fischer und ihrem Kollegen Josef Liebicher unter den Scheibenwischer gesteckt. Die beiden sind für die Überwachung des ruhenden Verkehrs in Weilheim zuständig. Je nach Bedarf erhalten sie Unterstützung von einer Teilzeitkraft. Bald ist der Zweckverband allerdings nicht nur für die Überwachung des ruhenden Verkehrs, sondern auch für die des fließenden Verkehrs verantwortlich (wir berichteten). Dies begrüßte Bürgermeister Horst Martin. Er sei persönlich froh, dass sich für diese Entscheidung endlich eine Mehrheit im Stadtrat gefunden habe. Er erhofft sich davon eine Verbesserung der Situation in Weilheim, was die Geschwindigkeit mancher Autofahrer angeht.

Ab wann genau der Zweckverband das neue Aufgabengebiet übernimmt, steht noch nicht fest. Als Termin kann sich Ordnungsamtleiter Andreas Wunder aber immer noch den ersten Juli vorstellen. Zuvor sollen die Autofahrer aber noch mit Bannern am Ortseingang darauf aufmerksam gemacht werden, dass zu schnelles Fahren bald teurer wird. Das sei ein Gebot der Fairness, sagte Braun. Die im Stadtrat angesprochene Vorgehensweise, Verkehrssünder erst einmal zu Verwarnen und ihnen dann erst ein Busgeld aufzuerlegen, nannte Braun dagegen „außergewöhnlich“. Jeder würde wissen, dass innerhalb der Stadt 50 km/h erlaubt sind. Ordnungsamtleiter Andreas Wunder geht nicht davon aus, dass es im Vorfeld „eine Schonfrist“ geben wird, wie er auf Nachfrage sagte.

von Sofia Wiethaler

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