Minister Dobrindt übergibt Förderbescheid an Weilheims Bürgermeister Loth

179 Kilometer Glasfaser

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Beim Überreichen des Förderbescheides fürs Turbo-Internet im Weilheimer Rathaus an Bürgermeister Markus Loth (3.v.re.) informierte Bundesminister Alexander Dobrindt (2.v.re.), dass auch der Glasfaserausbau in Schulen gefördert wird. Re. Stadtwerke-Vorstand Peter Müller.

Weilheim – Ein Minister, der zu einem Ortstermin viel Geld mitbringt, ist ein gern gesehener Gast. So bereiteten die Landrätin und Vertreter der Stadt Weilheim dem Bundesverkehrsminister am Donnerstag einen freundlichen Empfang: Alexander Dobrindt hatte bei seinem Besuch im Rathaus einen Förderbescheid für „superschnelles Internet“ dabei.

Der Bürgermeister wertete den Bescheid als wichtiges Signal für die heimische Wirtschaft: „Weilheim wird Oberzentrum und dazu gehört auch eine vernünftige Breitband-Infrastruktur“, begrüßte Markus Loth den Minister aus Berlin. Bei den „modern und schlagkräftig“ aufgestellten Stadtwerken, die auch die Breitbandversorgung in ihrem Portfolio haben, sei das Geld gut angelegt, so Loth.

Damit weiße Flecken in unterversorgten Stadtgebieten verschwinden und Internet, Telefon und TV auf Glasfaserbasis angeboten werden können, erhält Weilheim für den Netzausbau 2,33 Mio. Euro aus dem Bundesförderprogramm. „179 Kilometer Glasfaser können mit dem Förderbescheid verlegt werden“, wandte sich der Minister an Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die Bürgermeister und Vertreter aus Stadtrat, Stadtwerken und Stadtverwaltung. Mit dieser Zusage fließen gleichzeitig 620 000 Euro aus dem Landesförderprogramm nach Weilheim, führte Minister Dobrindt aus. Möglicherweise kommt „noch etwas Höfe-Bonus hinzu“, wie Stadtwerke-Chef Peter Müller in seiner Rede anklingen ließ. Bei der Stadt Weilheim verbleibt ein Eigenanteil von rund 1,8 Mio. Euro.

Der Stadtrat hat die Durchführung des Projektes auf die Stadtwerke Weilheim Energie GmbH übertragen, die den gestellten Förderantrag laut Müller bereits „nach nicht einmal fünf Monaten“ bewilligt bekam. Die Ausschreibung für den Provider endet in der kommenden Woche, danach folgt die Ausschreibung für den Tiefbau. Wie Müller ankündigte, sollen die Baumaßnahmen Ende 2017 starten und Ende 2018 abgeschlossen sein.

In Weilheim wird, wie der Stadtwerke-Chef berichtete, „ausschließlich auf reine Glasfaseranschlüsse bis ins Haus gesetzt“. Müller begründete dies mit der Vorgabe des Stadtrates von 200 Mbit pro Sekunde. Zunächst bekommt ein Provider das Netz für den Betrieb, im Laufe der Zeit sollen die Weilheimer „eine Vielfalt von Providern nutzen können“. Müller nahm den Ministerbesuch zum Anlass, bereits nach Fördermitteln für ein nächstes Projekt anzuklopfen. „Der Stadtbus der Zukunft fährt elektrisch mit Batterie...der Dieselbus ist out“, warb Müller bei Dobrindt um Unterstützung beim Ausbau der Elektromobilität.

Der Minister vernahm den Appell des engagierten Stadtwerke-Chefs mit offenen Ohren und knüpfte humorvoll noch einen Wunsch dran: „Wir müssen irgendwann noch mal über einen autonomen Bus für Weilheim reden, eventuell als Pilotprojekt..... und vielleicht können Sie ja auch noch die Weilheimer Entlastungsstraße bauen.“

Von Maria Hofstetter

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