TSV Weilheim hofft auf die Stadt und auf den Anbau-Nord

Hallenproblematik im Fokus

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TSV-Präsident Dieter Pausch (li.) und seine Stellvertreterin Eva-Maria Schwaiger (re.) mit den geehrten langjährigen Mitgliedern und dem neuen Ehrenmitglied Anneliese Wiedenmann (3.v.li.).

Weilheim – Die Hallenproblematik brennt dem TSV Weilheim weiter unter den Nägeln. Das zeigte auch die 172. Hauptversammlungen des Traditionsvereins. „Wir brauchen eine 2+1-Halle am Gymnasium und die Erweiterung der Röntgenhalle“, machte TSV-Präsident Dieter Pausch den 64 anwesenden Delegierten im Spiegelsaal des Sportzentrums angesichts der knappen Hallenzeiten klar.

Um die Situation etwas zu entzerren, wird der TSV durch einen Anbau-Nord an das Sportzentrum auch selbst tätig. Für rund 1,5 Millionen Euro werden dabei im Erdgeschoss ein Mehrzweckraum und im Obergeschoss zusätzliche Räumlichkeiten für den Kraftraum entstehen. Zu dem 18 Meter langen Anbau steuert die Stadt eine halbe Million Euro bei. Fast genauso viel an Eigenkapital wird der TSV einbringen. Dazu kommen BLSV-Fördergelder in Höhe von 220 000 Euro. Der Rest wird mit einem BLSV- und einem Bankkredit finanziert.

Nach der Fertigstellung des Anbaues im nächsten Jahr will der TSV mit einer Kindersportschule (KISS) starten. Bis dahin rechnet Pausch noch mit gleichbleibenden Mitgliederzahlen, die sich Ende 2018 bei gut 4 300 einpendelten. „In 2025 könnten es 5 000 werden“, rechnet der TSV-Präsident dann aber mit einem spürbaren Wachstum. Finanziell ist der Verein dafür gerüstet, wie Kassier Heinz Peuker in seinem Kassenbericht erläuterte. Bei Einnahmen von 725 000 Euro und Ausgaben von 576 000 Euro blieb im letzten Jahr ein Plus von 148 000 Euro, die zum großen Teil in das Eigenkapital für den Anbau fließen. Dafür genehmigten die Delegierten mit klaren Mehrheit auch die Verwendung von 80 000 Euro aus dem in den letzten Jahren angesparten „Hallen-Soli“.

Gute Nachrichten hatte TSV-Chef Pausch bei den Übungsleiterzahlen parat, die mit 164 einen neuen Höchstwert erreichen. Nicht so glücklich zeigte er sich über die Entwicklung bei den Fußballern, deren Führungsmannschaft bei der Versammlung fehlte, angesichts der Negativschlagzeilen der letzten Woche. Viel Lob für das ehrenamtliche Engagement gab es dafür von Bürgermeister Markus Loth. Das Stadtoberhaupt versprach zudem sich der Hallenproblematik anzunehmen. „Wir ziehen alle an einem Strang“, sagte Loth. Eine, die den Teamgedanken besonders verinnerlicht hat, ist Anneliese Wiedenmann. Sie bekam in der Versammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Zudem zeichnete der TSV zahlreiche langjährige Mitglieder für ihre Vereinstreue aus.

Von Roland Halmel

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