Hochwasser: 120 Feuerwehrmänner im Einsatz 

"Die Situation ist angespannt, aber im Griff"

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Ein Bagger zerkleinerte die großen Äste des Baumes.

Weilheim/Landkreis – Der Regen nimmt kein Ende und viele Spaziergänger, die sich bei diesem Wetter doch mit ihren Regenschirmen raustrauten, machten einen Abstecher an die Ammerbrücke. Viele glaubten ihren Augen kaum und dachten bestimmt: "Nicht schon wieder Hochwasser!" Das hellbraune, milchige Wasser floss in Strömen. „Die Höhe der Ammer ist über den Wert von letzter Nacht gestiegen“, berichtet Landratsamt-Pressesprecher Hans Rehbehn am Sonntagnachmittag. Die Meldestufe drei ist überschritten. Bei Meldestufe vier wären Wohngebäude überschwemmt.

Elf Feuerwehren sind im Einsatz und achten bei Kontrollfahrten auf die Höhe der Ammer. 120 Männer und Frauen reinigen die Rechen in den Überlaufbecken, damit das Wasser frei fließen kann. „Zur Sicherheit wurden 9000 Sandsäcke gefüllt. Wir haben vier Sandsackfüllmaschinen, die schon im Einsatz sind“, so der Pressesprecher. Laut der Wetterwarnung soll es noch einmal stark regnen, 20 bis 25 Liter pro Quadratmeter. „Der Pegel wird also noch einmal steigen“, erklärte Rehbehn, „die Situation ist angespannt, aber im Griff. Jeder Ort hat seine Problemchen.“  

Gegen halb neun musste die Feuerwehr die Oderdingerbrücke sperren, da drei Bäume, die das Wasser mitgerissen hatte, unter der Brücke feststeckten. Ein Bagger zerkleinerte die großen Äste, damit sie weiter fließen können. Für den Waitzackerbach haben die Feuerwehren 2000 Sandsäcke zur Stelle, die im Laufe des Abends an Brennpunkten verbaut werden. Da die Ammer schon recht hoch ist, werden die B 472 bei Peißenberg sowie die Staatsstraße bei Marnbach halbseitig gesperrt. Umleitungen sind vorhanden. 

Mehr Informationen zur Lage des Hochwassers in Weilheim und Umgebung gibt es am Montag auf unserer Homepage und auf Facebook unter Kreisbote Weilheim-Schongau. 

Alma Jazbec

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