64 Brand- und 89 technische Einsätze

Freiwillige Feuerwehr Weilheim zieht Bilanz

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Die Geehrten 2018 mit Kreisbrandmeister Markus Deutschenbaur (li.), Kommandant Konrad Bischel, Vereinsvorstand Franz Andrä und Bürgermeister Markus Loth (re.).

Weilheim – 246 Alarmierungen und Sicherheitswachen hatte die Freiwillige Feuerwehr Weilheim im vergangenen Jahr zu absolvieren. Dabei addierten sich die Einsatzstunden der Einsatzkräfte auf 2 727. Erfreulich dabei: Die Fehlalarmquote sank erneut um fünf Prozent.

Die meisten Alarmmeldungen kamen aus dem Krankenhaus Weilheim. Hier lag die Ursache in der Brandmeldeanlage (BMA), die aufgrund der Baumaßnahmen leicht auslöste.

Angebranntes Essen führte bei elf Brandmeldungen zum notwendigen Ausrücken. Neben einem Zimmerbrand am Weilheimer Tassiloring hielt überörtlich der Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens die Feuerwehren auf Trab.

Insgesamt zeigte sich 2017 sowohl bei den Brand- als auch bei den technischen Einsätzen als das einsatzstärkste Jahr seit 1990. Dabei waren kleinere Wasserschäden nach Unwettern (41 Einsätze), Schwelbrände, ein herrenloser Koffer am Bahnhof, ein Pkw auf dem Bahngleis, drei Mal eingeklemmte Personen nach Verkehrsunfällen sowie ein Öleinsatz an der Ammer die Auslöser für das Ausrücken, wie Kommandant Konrad Bischel in seinem Jahresbericht aufführte.

Hinzu kamen weitere Stichworte zu diversen Einsätzen, wie Lkw-Bergung, Lkw gegen Zug, Verkehrslenkungsmaßnahmen, Aufzugsnotfall, Person unter Zug und Person droht zu springen.

Zu Tierrettungen mit Ursachen wie Katze auf Baum, im Motorraum oder unter Dachbalken eingeklemmt, Dackel in Fuchsbau – rückte die Weilheimer Feuerwehr viermal aus. Bei letztgenannter Aktion, die sich als schweißtreibend herausstellte, waren zehn Mann 35 Stunden lang beschäftigt. Hier zeigte die Einsatzleitung Humor und kreierte die Sonderauszeichnung „Dackelretter des Jahres“, die auf der Jahreshauptversammlung mit viel Gelächter in Form einer Medaille verliehen wurde.

Positiv entwickelte sich der Mannschaftsstand. Hier standen 13 Neuzugängen elf Abgänge gegenüber. Mit 90 Personen ist er fast so hoch wie 2012, wo zum Jahresende 93 gezählt wurden. Hier zeigte die verstärkte Werbung der Aktion „mitmachen@feuerwehrweilheim.de“ Erfolge. Kleine Fortschritte gab es auch in Bezug auf die Beseitigung der Raumnot zu vermelden. Die Stadtwerke stellten dazu den Entwurf eines Parkhauses mit integrierter Fahrzeughalle auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände vor. Auf eine schnelle bauliche Realisierung im Jahre 2019 wird gehofft.

Zum Schluss dankte Bischel allen FeuerwehrkameradInnen, der Stadt, Polizei, dem Landratsamt sowie allen mithelfenden Rettungsdiensten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Das tat auch Bürgermeister Markus Loth, der darüber hinaus ein klares Bekenntnis zur Feuerwehr ablegte. Sie werde jede benötigte Ausrüstung erhalten, versicherte er.

Geehrt wurden heuer für zehnjährigen aktiven Dienst: Vicky Nath, für 20 Jahre: Michael Glas, Stefan Herbst, Andreas Neuerburg, Andreas Richter, Sabine Rohm, Gaby Koterba-Schweiger, für 30 Jahre: Robert Weinzierl. Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Hans Hohenleitner das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgehändigt.

Von Georg Müller

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