Neustart nach Pfingsten?

vhs Weilheim möchte Mitte Juni wieder mit ihren Präsenzveranstaltungen beginnen

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Die Stühle der vhs-Räume bleiben noch bis einschließlich 14. Juni leer. Danach soll es, wenn möglich, mit dem Präsenzunterricht weitergehen.

Weilheim – Während die Schulen langsam ihren Unterricht wieder aufnehmen, bleiben die Tore bei der vhs Weilheim noch bis einschließlich 14. Juni geschlossen. Allerdings ist das keine behördliche Anordnung. Stattdessen hat der vhs-Verbund Pfaffenwinkel selbst entschieden, noch bis nach den Pfingstferien zu warten.

„Wir sind den Behörden da etwas zuvorgekommen“, erzählt die Geschäftsführerin der Weilheimer vhs Andrea Marsch. Der Vorteil: Planungssicherheit.Und die brauchen die vhs-Mitarbeiter, wenn der Präsenzunterricht weitergehen soll. Denn wie Marsch berichtet, gibt es einiges zu beachten und vorzubereiten. So müsste für die Reinigung gesorgt werden. Soll heißen, die Räume müssen nach den Kursen desinfiziert werden. „Wir sind auch gerade dabei die Quadratmeter zu ermitteln.“ Marsch sagt, man wolle sich an den Schulen orientieren: kleinere Gruppen, 1,5 Meter Abstand. Zudem wird es Schichtpläne geben, wie Marsch weiter berichtet. „Damit die, die einen Kurs verlassen, nicht denen über den Weg laufen, die gerade zu einem Kurs gehen.“

Ob die Menschen die Präsenzveranstaltungen überhaupt annehmen? Könnte es nicht sein, dass die Angst vor einer Ansteckung noch zu groß ist? „Wir haben sehr viele Teilnehmer aus fortlaufenden Kursen, die immer wieder nachfragen, wann es wieder los geht. Die brennen richtig darauf“, meint die Geschäftsführerin.

Zur Überbrückung gibt es von der vhs diverse Onlineangebote. „vhs daheim“ bietet sogar kostenlose Vorträge via YouTube. Und die wurden auch gut angenommen, wie Marsch sagt. „Ich denke, dadurch dass es kostenlos ist, wurde vielen die Hemmschwelle genommen.“ So hätten es einige einfach mal ausprobiert. Die Nachfrage nach Onlineangeboten ist laut Marsch in letzter Zeit immer mehr gestiegen. Der Präsenzunterricht wurde vielfach ebenfalls ins Netz verlegt. So können zum Beispiel die Teilnehmer bestimmter Sprachkurse weiter zusammen lernen. Wobei das natürlich nicht dasselbe ist. Das weiß auch die Geschäftsführerin. „Es ist eine ganz andere Ebene. Es fehlt auch einfach die Nähe.“ Deshalb ist Marsch froh, wenn es wieder ein Stückchen mehr hin zur Normalität geht. „Wir leben von unserem Präsenzunterricht. Online ist nur ein Zusatzangebot.“

Wie genau das Programm dann aussehen wird, ist noch nicht final geklärt. Auch ob das Herbstprogramm wirklich so ablaufen kann, wie geplant, steht noch nicht fest. Marsch ist sich sicher: „Es wird bestimmt noch lange Auswirkungen haben. Mindestens so lange, wie die Regeln der Regierung andauern.“ Allerdings sei die vhs gut vorbereitet. „Wir kalkulieren damit, dass es noch lange dauert.“ 

Von Stephanie Novy

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