Neujahrsempfang der Weilheimer SPD im Stadttheater mit Rückschau und Ausblick

"Wir werden streiten"

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Die SPD informierte ihre Mitglieder beim Neujahrsempfang über die aktuellen Themen (v.li.): Petra Arneth-Mangano, Ingo Remesch, Horst Martin, Michael Lorbacher.

Weilheim – Traditionell startete die SPD die Runde der Neujahrsempfänge.

Im Stadttheater blickten die Genossen am Sonntag zurück und in die Zukunft. Mit dem Hauptredner Dominik Streit stellte sich der Landtagskandidat vor. Horst Martin kritisierte die Bürger für Weilheim (BfW). Diese würden betonen, durch die fehlende Parteieinbindung mehr Zeit für Weilheims Belange zu haben. Martin konterte, auch das ehrenamtliche Engagement der BfW würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Für ihn der Vorteil der Parteien: Sie könnten durch Abgeordnete positive Ergebnisse erzielen. „Die Einflüsse spiegeln zurück auf Weilheim“, erklärte Martin und nannte als Beispiel die Erhebung Weilheims zum Oberzentrum. Solche Möglichkeiten hätten die BfW nicht: „Der Einfluss endet mit den Grenzen Weilheims.“

Ingo Remesch, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, und seine Stellvertreterin Petra Arneth-Mangano präsentierten mehrere Themen. Der zweite Bahnhalt sorge für Verkehrssicherheit auf dem autolosen Weg zum Trifthof. Hinsichtlich einer erweiterten Fußgängerzone sei man sich in der Fraktion nicht einig. Konsens herrsche jedoch beim Wunsch, weniger Verkehr durch die Innenstadt zu schleusen. In Sachen Geothermie in der Lichtenau hofft die SPD auf baldige „wichtige Antworten“. Derzeit sei der Informationsfluss spärlich.

Arneth-Mangano gab Einblicke in den Bauausschuss. Der Busbahnhof und der soziale Wohnungsbau seien bereits auf einem guten Weg. Der Bedarf an Sozialwohnungen könne voraussichtlich in drei Jahren gedeckt werden. Häuser für junge Familien seien aber Mangelware: „Es muss auch Möglichkeiten unter 500 000 Euro geben.“

Die Teilsanierungen von Ammerschule, Hardtschule und dem Kinderhaus Piffikus liefen gut. Eine weitere Kindertagesstätte sei in Planung, allerdings stehe der Standort noch nicht fest. Bezüglich der Radwege seien noch Hausaufgaben zu machen. „Die Parkraumsituation ist nicht so schlecht“, lediglich für Donnerstagnachmittag und Freitag müssten noch Lösungen gefunden werden. Die Versorgung der Flüchtlinge müsse man „ordentlich und pragmatisch anpacken“, für Wohnraum und Arbeit sorgen, „Herz und Hand offen halten“ und sich dabei auflehnen gegen „AfD-Propaganda“.

Mit Forderungen nach „Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern“, „Familiensplitting statt Ehegattensplitting“ und „flexiblen Arbeitszeiten ohne Ausbeutung“ tritt Dominik Streit für die Partei als Landtagskandidat an. Die Energiewende könne nur durch einen „Dreiklang“ aus erneuerbaren Energien, Einsparung und Effizienz erreicht werden. Der Ortsvorsitzende der Weilheimer und Vorsitzende der Kreis-SPD möchte daher Förderprogramme, um alte Haushaltsgeräte auszutauschen.

„Wir brauchen eine Lösung, die nicht Neuwahl lautet“, äußerte sich Streit auch zu den Sondierungen. Er appellierte in seiner Rede insgesamt für mehr Solidarität, einen „fairen Umgang miteinander“ und Sachlichkeit im Wahlkampf. „Wir werden miteinander streiten, aber hoffentlich auf eine gute Art und Weise.“

Von Ursula Gallmetzer

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