TSV Weilheim: Nord-Anbau nimmt Gestalt an

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„Aus sportlicher Sicht ein Quantensprung“ ist der Anbau-Nord, der derzeit beim TSV an der Pollinger Straße entsteht. Den derzeitigen Stand stellten v.li. Vorsitzender Dieter Pausch, Architekt Florian Lechner und Alfred Falk vom TSV-Bauausschuss vor.

Weilheim – Langsam nimmt er Gestalt an, der Anbau an der Nordspitze des bisherigen TSV-Gebäudes an der Pollinger Straße. Vorsitzender Dieter Pausch, Alfred Falk, Mitglied des vereinsinternen Bauausschusses und zuständig für die Liegenschaften des Vereins, sowie Architekt Florian Lechner zogen nun eine Zwischenbilanz. Und die sieht sehr erfreulich aus: Bislang liegt man im Zeitplan, alle erforderlichen Zuschüsse sind genehmigt und so hofft man auf einen Eröffnungstermin im September oder Oktober 2020.

Im Anbau Nord entstehen zwei großzügige Mehrzweckräume – keine Turnhallen, wie Pausch betont – mit 250 und 195 Quadratmetern sowie dazugehörige Nebenräume. Im Parterre wird es einen separaten Eingang geben, im Obergeschoss erschließt man den neuen Bauteil über den bisherigen Kraftraum, der vergrößert und zu einem Fitness- und Kraftraum umgestaltet wird. „Wir haben dann auch die Möglichkeit, bei geselligen Veranstaltungen auf der Sportplatzseite mit einem Sonnensegel einen beschatteten Platz zu schaffen. Und sollte das Wetter mal nicht mitspielen, können wir auch in den neuen Anbau ausweichen“, so Pausch.

Aber im Mittelpunkt steht natürlich das sportliche Geschehen: „Für uns als modernsten und größten Sportverein südlich von München bedeutet der Anbau aus sportlicher Sicht einen Quantensprung“, freut sich der Vorsitzende. Denn hier ergäben sich Möglichkeiten für neue Angebote und damit die Chance, die magische Grenze von 5 000 Mitgliedern zu knacken (Anm.d.Red.: derzeit hat der TSV 4 300 Mitglieder). Bereits durch den südlichen Anbau, der optisch mit dem neuen Bauteil harmoniert, wurde durch die damals neuen Angebote eine extreme Entwicklung spürbar. Und so soll der Neubau schwerpunktmäßig Vorschulkindersport zu Motorik und Koordination, sowie Offerten im Bereich Gesundheits-, Fitness- und Rehasport beherbergen.

Auch zusätzliche Angebote für Jugendliche stehen auf dem Plan. „Und wir entlasten damit natürlich die allgemein angespannte Raumsituation in Weilheim, wenngleich nach wie vor Bedarf für echte Turnhallen besteht“, betont Pausch. In dieser Hinsicht ist er zuversichtlich, dass die Planungen am Gymnasium ein erster Schritt in die richtige Richtung sind.

Architektonisch wird der Neubau im Norden nicht wie der Süd-Anbau in Holzbauweise erstellt, sondern in Beton gefertigt. „Das ist insbesondere wegen der großen Tragweiten der Mehrzweckräume sinnvoller“, erläutert Architekt Florian Lechner. Die am Bau beteiligten Firmen kommen alle aus der Region und „wir haben den Eindruck, sie arbeiten gern für den TSV“, bestätigen Lechner und Pausch. Denn sowohl preislich als auch terminlich läuft alles bestens. Schon im Februar oder März soll Richtfest gefeiert werden. Und auch die Finanzierung steht: „Von der Stadt Weilheim ist ein Zuschuss über 500 000 Euro bewilligt worden, der Bayerische Landessportverband unterstützt uns mit einem Zuschuss von 250 000 Euro sowie einem zinsgünstigen Darlehen von 125 000 Euro und auch die Sparkasse Oberland, unser langjähriger Partner, hat uns für die Restfinanzierung sehr gute Konditionen eingeräumt“, so Alfred Falk. Insgesamt beträgt das Bauvolumen 1,53 Millionen Euro. Bislang sind schon Leistungen in Höhe von 880 000 Euro beauftragt.

Von Bianca R. Heigl

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