Polizeipräsidium Oberbayern Süd warnt

Vorsicht: Betrügerische Telefonanrufe auch im Landkreis Weilheim-Schongau

Finger wählt Nummer auf Telefon
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Durch ein Telefonat versuchen die Betrüger*innen an Geld zu kommen.

Region -  Nach Angaben der Polizei, kam es am Mittwoch, 27. April, erneut zu zahlreichen betrügerischen Anrufe in der Region. In einem Fall scheiterte die Übergabe von Bargeld nur knapp. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wiederholt deshalb seine Warnung vor den perfiden Betrugsmaschen. 

Rund ein Dutzend Fälle zeigten am gestrigen Mittwoch Bürger*innen aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen bei der Polizei an. Die Dunkelziffer solcher Fälle dürfte deutlich höher sein. In den meisten Fällen wurden die Angerufenen am Telefon von den Betrügern mit angeblich geschehenen Verkehrsunfällen konfrontiert, die ein Angehöriger verursacht habe.

„Hallo, hier ist die Polizei. Ihr Sohn sitzt neben mir. Er hat einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Kind gestorben ist. Er muss dafür nun ins Gefängnis, es sei denn er kann sofort 50 000 Euro Kaution bezahlen.“ So oder so ähnlich lauteten auch gestern die Geschichten der Schockanrufer, die durch lautes Weinen oder Schluchzen der vermeintlichen Verwandten im Hintergrund dramatisiert wurden.

In einem Fall aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde ein über 80 Jahre alter Mann beinahe um viel Geld gebracht. Der Senior war bereits auf dem Weg zu seiner Bank, um einen höheren fünfstelligen Betrag abzuheben. Glücklicherweise konnten Angehörige zwischenzeitlich den Betrugsversuch erkennen und den Senior, bevor es zu einer Übergabe von Geld oder Wertsachen kommen konnte, informieren. Erst jetzt beendeten die Betrüger das Telefonat, das sie mit dem Mann über eine lange Zeit ununterbrochen gehalten hatten. 

Präventionshinweise:

- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen, zum Beispiel zu einem Einbruch in der Nähe oder einer dringend zu zahlenden Kaution. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! Legen Sie einfach auf.
- Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über ihr Hab und Gut, Ihr Bargeld und Ihre Wertgegenstände. Legen Sie einfach auf.
- Lassen Sie niemanden in die Wohnung, der sehen will, wo Sie Geld oder Schmuck aufbewahren.
- Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück. Drücken Sie KEINE Wahlwiederholung. Legen Sie auf und wählen dann neu den Notruf 110.
- Erstatten Sie immer, auch im Versuchsfall, Anzeige bei Ihrer Polizeiinspektion.

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von Kreisbote

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