Zwei Schwestern aus Weilheim und ein 51-jähriger Penzberger verunglücken bei Verkehrsunfällen

Drei Todesopfer

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Bei dem Unfall kamen eine 20-jährige Weilheimerin und ihre 16-jährige Schwester zu Tode.

Landkreis – Wie schnell Unfälle bei winterlichen Straßenverhältnissen passieren können, zeigte sich wieder am Freitag.

Gegen 16.45 Uhr ereignete sich ein Unfall, bei dem zwei Schwestern zu Tode kamen. Die 20-jährige Weilheimerin fuhr mit ihrer 16-jährigen Schwester, die auf dem Beifahrersitz saß, auf der Bundesstraße in Richtung Starnberg. Laut Zeugenaussagen kam die Weilheimerin auf Höhe Monatshausen mit ihrem Kleinwagen zunächst leicht nach rechts von der Fahrbahn ab und in der Folge nach links auf die Gegenfahrspur. Dort war in diesem Augenblick ein 49-jähriger Pollinger mit einem Kleintransporter in Richtung Weilheim unterwegs. Dieser hatte nach eigener Aussage nicht mehr die Möglichkeit zu bremsen, da es unmittelbar zum Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Beifahrerin im Fahrzeug eingeklemmt und musste erst durch die Feuerwehr befreit werden, ehe eine ärztliche Versorgung möglich war. Die Fahrerin konnte zwar unmittelbar nach dem Zusammenprall durch Ersthelfer aus dem Fahrzeug geborgen werden, jedoch erlag sie trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ihre 16-jährige Schwester wurde nach ihrer Bergung unter Reanimationsmaßnahmen ins Krankenhaus Starnberg gebracht, wo sie letztlich ebenfalls an ihren schweren Verletzungen verstarb.

Der Fahrer des Kleintransporters wurde zur ärztlichen Versorgung nach Tutzing ins Krankenhaus gebracht, welches er nach einer ambulanten Behandlung noch am Abend verlassen konnte. Ob die winterglatte Fahrbahn mit ursächlich für den Unfall war, ließ sich vor Ort nicht abschließend klären, weshalb durch die Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches Gutachten angeordnet wurde. Der Sachschaden an den Fahrzeugen beläuft sich auf circa 15 000 Euro, wie die Polizeiinspektion Weilheim mitteilte. Die Bundesstraße 2 war wegen der Unfallaufnahme und der gutachterlichen Tätigkeiten vor Ort, bis zur Bergung der Fahrzeuge gegen 21 Uhr, gesperrt. Eine örtliche Umleitung wurde durch die Feuerwehr gewährleistet. An der Einsatzstelle waren die Feuerwehren aus Traubing, Tutzing und Pähl im Einsatz. Neben zwei Notärzten, einem First Responder und mehreren Rettungswägen waren auch zwei Rettungshubschrauber aus Murnau und München an der Unfallstelle.

Zu einem weiteren tödlichen Unfall kam es am Freitag gegen 14.15 Uhr, als ein 51-jähriger Penzberger auf schneebedeckter Fahrbahn mit seinem Audi auf der Autobahn Garmisch-München, Fahrtrichtung Norden, im Gemeindebereich von Iffeldorf schwer verunglückte. Am Audi entstand ein Totalschaden in Höhe von circa 50 000 Euro. Als der Unfall geschah, war der Penzberger gerade auf dem Weg nach München. Auf einem schneebedeckten Streckenabschnitt kam der Mann mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug drehte sich an der Böschung, schlug zunächst einige kleinere Bäume ab und kam dann, entgegen der Fahrbahn, an einem stärkeren Baum zum Stehen. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Zur Bergung des Leichnams, der Reinigung der Fahrbahn und für verkehrslenkende Maßnahmen waren die Feuerwehren aus Iffeldorf, Penzberg und Murnau mit insgesamt circa 50 Mann im Einsatz.

In Folge des Unfalles ereignete sich an gleicher Stelle noch ein Auffahrunfall, da ein bremsender Pkw zu spät von der Fahrerin des folgenden Fahrzeugs bemerkt wurde. Die Insassen der Autos erlitten keine Verletzungen. An ihren Fahrzeugen entstand jedoch ein Sachschaden in Höhe von insgesamt circa 25 000 Euro.

Von Kreisbote

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