Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde an drei Verdiente übergeben

"A ganz a große Sach"

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Bei der Feierstunde im Kellergewölbe des Landratamtes vorne v. li. Schwester Angela Kirchensteiner, Hospizverein; die Ehrenzeichenträger Ursula Gerwert, Herbert Merz und Maria Filgertshofer. Hinten v. li. Weilheims zweiter Bürgermeister Horst Martin; Landrätin Andrea Jochner-Weiß; Luftsportverein Präsident Martin Pape; Renate Dodell, Vorsitzende Hospizverein und Michael Strobl, Bürgermeister Habach.

Weilheim – „A ganz a große Sach“, so nannte Landrätin Andrea Jochner-Weiß die Vergabe des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Über diese Anerkennung durften sich Ursula Gerwert aus Weilheim, Maria Filgertshofer aus Habach und Herbert Merz aus Weilheim freuen. Gerwert und Filgertshofer machen sich durch ihre Arbeit als ehrenamtliche Hospizhelferinnen im Hospizverein im Pfaffenwinkel, die beide schon seit 23 Jahren ausüben, verdient. Sie begleiten seit der Gründung der Hospizeinrichtungen in den Klöstern Bernried und Polling schwerstkranke Menschen auf ihrem letzten Weg. Sie als Ehrenamtliche seien innerhalb des Hospizteams die Fachleute fürs Alltägliche, wie Landrätin Jochner-Weiß betonte. Die beiden würden sich so lange wie nötig Zeit nehmen, um am Bett des Sterbenden zu sitzen. Damit würden sie sich auch den betroffenen Familien widmen und diese entlasten und ihnen neue Kraft geben. „Sie als ehrenamtliche Hospizhelferinnen tragen im erheblichen Maße zur Integration des Sterbens in den Alltag bei“, sagte Jochner-Weiß. Zudem seien die beiden „gewissenhafte, vertrauensvolle Bürgerinnen“, die aus ihrer wertvollen Arbeit kein Aufsehen machen würden.

Merz wurde von Martin Pape, Präsident des Luftsportvereins Weilheim-Peißenberg, vorgeschlagen. Der Ausgezeichnete trat 1973 dem Segelflieger Luftsportverein bei. Er war neun Jahre lang Vorstand im Segelflieger Club Peißenberg und sechs Jahre lang zweiter Vorstand im Luftsportverein Weilheim-Peißenberg, welcher 2002 aus den beiden Nachbarsegelflugvereinen Peißenberg und Weilheim entstand. Acht Jahre lang übte Merz die Tätigkeit des verantwortlichen Motorsegelwartes aus. Auch beim Bau der neuen Halle, des Vereinsheims und der Werkstatt zeigte er großes Engagement. „Sie waren der sogenannte Techniker im Verein“, sagte Jochner-Weiß. Durch seine „ganz eigenen Konstruktionen“ trug er zum sicheren Flugbetrieb und zur Vereinfachung der Abläufe bei. Des Weiteren wurde die Teileanfertigung in seiner Werkstatt unentgeltlich vorgenommen und Merz förderte mit seinem „fachkundigen Wissen“ die Jugendarbeit.

Von Sofia Wiethaler

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