Auszeichnung für langjähriges Engagement in der kommunalen Selbstverwaltung

Politiker mit Bürgersinn

+
V. li.: (vorne) Heribert Mayr, Klaus Gast, Franz Seidel, Regina Bartusch, Dr. Friedrich Zeller und Landrätin Andrea Jochner-Weiß; (mitte) Gotthard Leichter, Richard Kreuzer, Dr. Johannes Bauer und Ludwig Schmuck; (hinten) Georg Echtler und Martin Peter.

Landkreis – „Die Kenntnis des Ortes ist die Seele des Dienstes“, zitierte Landrätin Andrea Jochner-Weiß den Freiherrn vom Stein am vergangenen Mittwoch bei der Verleihung von Dankurkunden und Medaillen in Bronze für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung.

Um eine solche Auszeichnung zu erhalten, sind mindestens 18 Jahre aktive Beteiligung an der Kommunalpolitik erforderlich. In ihrer Laudatio hob die Landrätin hervor, dass die Kommunalpolitik nah am Bürger ist und die Auswirkung von Entscheidungen unmittelbar spürbar sind. Das ist es „was Sie vielleicht daran gereizt hat“, so Jochner-Weiß. Dabei gilt es immer, eine Brücke zwischen Machbarem und Wünschenswertem zu schlagen. „Sie hatten vermutlich nicht nur Erfolge, sondern auch Misserfolge gehabt.“ Und Letztere müssen auch immer sofort ertragen werden. Denn, genau wie die positive Wahrnehmung von Erfolgen, sind sie ein Teil der kommunalen Arbeit, der Bürgernähe. „Ich bin stolz und froh, dass der Bürgersinn bei uns im Landkreis weit verbreitet ist“, betonte Jochner-Weiß.

Im Namen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann überreichte die Landrätin die Dankurkunden an die folgenden Kommunalpolitiker:

Regina Bartusch kümmert sich seit 1996 als Stadtratsmitglied um die Belange Penzbergs, war sechs Jahre zweite Bürgermeisterin, ist Mitglied im Kreistag und seit 2014 auch zweite stellvertretende Landrätin.

Für die Stadt Penzberg setzt sich auch Dr. Johannes Bauer ein. Er ist seit 2008 der zweite Bürgermeister, bemüht sich seit 20 Jahren um das kulturelle Leben der Stadt und ist unter anderem Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau- und Verkehrsangelegenheiten (seit 1996).

Seine Urkunde erhielt Klaus Gast für 18 Jahre engagierten Einsatz als Stadtrat in Weilheim. In dieser Zeit war beziehungsweise ist er noch immer Referent für Schulen, Mitglied im Bauausschuss sowie Kreistagsmitglied und Kreisheimatpfleger.

Seit 1991 ist Richard Kreuzer Stadtrat in Penzberg. Er ist Mitglied im Ausschuss für Verwaltungs-, Finanz- und Sozialangelegenheiten und seit 2014 Mitglied im Kreistag.

Nicht nur in der Politik, sondern auch im TSV Ingenried und bei der Musikkapelle setzt sich Martin Peter ein. Seit 1996 bestimmt er als Gemeinderat die Geschicke seines Ortes mit, zum Beispiel bei der Dorferneuerung oder dem Neubau des Feuerwehrhauses.

Heribert Mayr war von 1990 bis 2014 Gemeinderatsmitglied in Schwabbruck. 2000 übernahm er hauptverantwortlich die Organisation der Gewerbeschau. Außerdem war Mayr von 1996 bis 2014 dritter Bürgermeister der Gemeinde.

Ludwig Schmuck ist seit 1990 Stadtratsmitglied in Penzberg, gehört dem Ausschuss für Stadtentwicklung-, Bau- und Verkehrsangelegenheiten an, ist der dritte Bürgermeister und Mitglied des Kreistages.

Mit der Medaille in Bronze für ihre Verdienste wurden folgende Kommunalpolitiker geehrt:

Georg Echtler ist seit 32 Jahren Gemeinderat und seit 20 Jahren zweiter Bürgermeister der Gemeinde Ingenried. Zu den umgesetzten Projekten in seiner Amtszeit gehören unter anderem der Kanalbau im gesamten Gemeindebereich, die Dorferneuerung und die Sanierung des Freibades. Als Hobbyfotograf hielt er die Veranstaltungen der letzten 40 Jahre im Bild fest.

Gotthard Leichter ist seit 1990 Gemeinderat in Schwabbruck, von 2002 bis 2014 war er zweiter Bürgermeister. Er war der alleinige Verantwortliche für die Erneuerung des Straßen-Beleuchtungsnetzes und vertrat zuverlässig den ersten Bürgermeister, als dieser für längere Zeit abwesend war.

Seit 1990 ist Franz Seidel Gemeinderatsmitglied in Peiting und seit 20 Jahren zweiter Bürgermeister. Darüber hinaus war und ist er Mitglied in diversen Ausschüssen, zum Beispiel im Personalausschuss und Vorsitzender der Behinderten- und Rehasportgruppe Peiting.

Dr. Friedrich Zeller ist aktuell Mitglied im Stadtrat von Schongau und im Kreistag. Von 1996 bis 2008 war er Schongaus erster Bürgermeister und von 2008 bis 2014 Landrat von Weilheim-Schongau. Darüber hinaus setzte er sich unter anderem im Jugendhilfe- und Kreisausschuss ein und ist derzeit Mitglied im ÖPNV-Beirat.

An der Ehrung nicht teilnehmen konnten: (Dankurkunde) Klaus Adler, der seine politische Laufbahn auf Bundes- und Landesebene begann und 1986 zur Kommunalpolitik wechselte; (Medaille) Peter Erhard, der sich als Gemeinderat, zweiter Bürgermeister, seit 2002 erster Bürgermeister und Kreisrat um die Belange der Gemeinde Böbing und des Landkreises kümmert.

Von Melanie Wießmeyer

Auch interessant

Meistgelesen

Eine Lehrstunde im Auwald
Eine Lehrstunde im Auwald
70 Jahre soziales Miteinander
70 Jahre soziales Miteinander
Ein wahrer Segen
Ein wahrer Segen
Christkindlmarkt Weilheim
Christkindlmarkt Weilheim

Kommentare