KJR weiht neues Essens- und Aufenthaltszelt ein – Landkreis und Sparkasse unterstützen Finanzierung

Kein Luxus, sondern Notwendigkeit

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Zur offiziellen Einweihung schnitten (v. li.) Andrea Jochner-Weiß, Peißenbergs Vize-Bürgermeisterin Sandra Rößle, Katrin Jungmeier und Michael Lautenbacher (Sparkasse Oberland) ein Bändchen durch. Mit auf dem Foto sind die Jugendbetreuer, die das neue Aufenthaltszelt aufgebaut haben.

Peißenberg – In den Pfingstferien startet der Kreisjugendring Weilheim-Schongau (KJR) in eine neue Zeltlagersaison. Die zehn Übernachtungsquartiere am KJR-Zeltplatz an der Ammer bei Peißenberg wurden bereits aufgebaut, ebenso wie das nagelneue Essens- und Aufenthaltszelt. Die sechs mal zwölf Meter große Stahlkonstruktion und ihre weiße Zelthaut wurden vergangenes Wochenende im Beisein der regionalen Politprominenz feierlich eingeweiht.

Ganz billig war die Neuanschaffung mit 16 000 Euro zwar nicht, für den KJR ist die Sonderanfertigung aber keinesfalls Luxus. „Das neue Zelt hat es dringend gebraucht“, betonte Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei der Einweihungsfeier: „Dass es dafür öffentliche Gelder des Landkreises gibt, ist kein Dankeschön von Seiten des KJR wert, sondern eine Selbstverständlichkeit.“ Das alte Aufenthaltszelt hatte bereits über 20 Jahre auf dem Buckel. Für das Gestänge gab es keine Ersatzteile und auch keine passende Außenhaut mehr. Die Jugendbetreuer mussten immer wieder Löcher notdürftig flicken und zukleben. „Irgendwann war der Punkt erreicht, wo wir eine neue Lösung brauchten“, erklärte KJR-Vorsitzende Katrin Jungmeier. Aus hygienischen Gründen dachte der Jugendring zunächst an den Bau einer festen Unterkunft. Das alte Zelt hatte keinen Boden, was vor allem bei Regenwetter nicht optimal war. Doch die Idee für einen Pavillon wurde wieder verworfen. Von Seiten des Landkreises war der KJR gebeten worden, eine mobile Zeltanlage zu beschaffen. Perspektivisch soll der Kinder- und Jugendzeltplatz nämlich irgendwann von Peißenberg nach Rottenbuch zur dortigen Ammermühle umziehen. Wann das genau geschehen wird, steht allerdings noch nicht fest. Die Ammermühle wird derzeit als Asylunterkunft genutzt. „Wir wissen da nix“, erklärte Jungmeier. „Der Kreiskämmerer hat einmal was von zehn Jahren gesagt, je nach Asylbewerberlage.“

Finanziert wurde das neue, mit festem Boden ausgestattete Aufenthaltszelt über die KJR-Rücklagen und mit Landkreisgeldern. Zudem steuerte die Sparkasse Oberland 6 000 Euro aus ihrer Jubiläumsstiftung bei.

Von Bernhard Jepsen

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