Reichsbürger lässt es auf Haftbefehl ankommen

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Weilheim – Ein 65-Jähriger aus dem Landkreis Weilheim-Schongau hatte wegen einer Verwarnung 20 Euro zu bezahlen. Da er den Staat nicht anerkennt, weigerte er sich, diesen Geldbetrag zu entrichten. Dies führte letztendlich dazu, dass von einem Richter ein Vollstreckungshaftbefehl erlassen wurde.

Beim Vollzug des Haftbefehls, den der Mann jederzeit mit der Zahlung der 20 Euro hätte abwenden können, wurde er am Dienstagnachmittag an seiner Wohnadresse aufgesucht. „Es war eindeutig, dass er sich in seiner Wohnung befand“, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht.

Da der Mann die Öffnung der Wohnungstür verweigerte, musste die Wohnung von einem Schlüsseldienst zwangsweise geöffnet werden. Als die Polizeibeamten die Wohnung des Mannes betraten, weigerte sich dieser, ihren Weisungen Folge zu leisten und musste letztendlich gefesselt werden. Dabei leistete er passiven Widerstand. Auch eine Zahlung zur Abwendung des Haftbefehls verweigerte er weiterhin.

Der 65-Jährige wurde zur Dienststelle der Weilheimer Polizeiinspektion in eine Arrestzelle gebracht. Erst nachdem er dort eine gewisse Zeit zugebracht hatte, erklärte sich der Mann bereit, mit Hilfe einer Vertrauensperson den Haftbefehl durch Zahlung der Geldbuße abzuwenden. Zuvor hatte er noch die Matratze in seiner Zelle mit Fäkalien verschmutzt. Beamte wurden bei diesem Einsatz nicht verletzt. Der Mann konnte nach Zahlung der Geldbuße wieder entlassen werden.

Von Kreisbote

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