Weilheimer informieren sich bei Stadtspaziergang zum Bürgerpark in der Geistbühelstraße

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Jan Weber-Ebnet (Mitte) vom Planungsbüro „bauwärts“ und Annegret Michler von „Die Stadtentwickler“ stellten sich bei einem Stadtspaziergang den Fragen der Weilheimer zum Thema Neubaugebiet Geistbühelstraße und Bürgerpark.

Weilheim – Der Bebauungsplan zum Bürgerpark im Wohnbaugebiet an der Geistbühelstraße wurde gestoppt. Er kommt nochmal auf den Prüfstand und dabei sollen auch die Weilheimer ein Wörtchen mitzureden haben.

Drei Tage lang war rund um die Geistbühelstraße ein partizipativer Rundweg installiert worden. An einzelnen Stationen konnten sich die Bürger über das Bauvorhaben informieren. Sie durften aber auch selbst Ideen und Anregungen einbringen. So wurde an einer Station gefragt, was ihnen bei dem Bürgerpark wichtig ist. Auf einer großen Tafel konnten die Vorschläge aufgeschrieben werden.

Zusätzlich war von morgens bis abends ein Moderationsteam der Planungsunternehmen „Die Stadtentwickler“, „Ingevost“ sowie „bauwärts“ vor Ort. Sie gaben bereitwillig Auskunft zu allen Fragen.

Am vergangenen Freitag und Samstag boten die Planer zudem einen Stadtspaziergang an. Dabei betonten Jan Weber-Ebnet von „bauwärts“ und Annegret Michler von „Die Stadtentwickler“, dass ihnen eine Anbindung des neuen Wohngebiets St. Pölten an die Innenstadt sehr wichtig sei. Oder wie es Kreisheimatpfleger Klaus Gast etwas salopper aber sehr treffend formulierte: „Da sollen nicht bloß irgendwo ein paar Häuser reingeklatscht werden.“

Bei dem Spaziergang wurde aber sogleich ein Problem deutlich: Die Überquerung der Pöltnerstraße ist „abenteuerlich“, wie Michler sagte. Um hier also eine Verbindung von Wohnbaugebiet und Innenstadt zu schaffen, brauche es mehr Raum und Qualität für Fußgänger, so Michler weiter. Auch Barrierefreiheit spiele eine wichtige Rolle.

Ist die Straßenüberquerung erst mal geschafft, soll es am Biergarten des Pöltner Hofs vorbei zum Neubaugebiet gehen – und damit in den Bürgerpark. Weber-Ebnet erklärte diesbezüglich, dass er oft gefragt werde, warum der Park überhaupt nötig sei. Es gebe doch quasi nebenan den Aupark und die Ammer. „Man sollte sich das Ganze eher als Quartierspark vorstellen, der nicht unbedingt für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist.“

Zudem solle es ein ökologisch robuster und einfacher Park werden. Drei Planungsbüros haben dazu innerhalb von einer Woche Vorschläge zur Umsetzung eingereicht. Ob die im Bebauungsplan berücksichtigt werden, stehe noch nicht fest, so Weber-Ebnet. Auf großen Tafeln konnten sich die Bürger aber dennoch ein Bild von den Ideen machen.

Bis Freitag, 31. Juli, können die Weilheimer übrigens noch Vorschläge per Postkarte einreichen. Diese liegen im Rathaus, in der Bücherei und im Veranstaltungsbüro aus. Michler betonte zwar, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Aber durch den partizipativen Rundweg hätten sie schon viel Input für die Planung bekommen.

Von Stephanie Novy

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