Weilheim war wie verhext – Hunderte Besucher bei BR-Sendung "Auf geht’s zum Landesmusikfest"

Diese Familie sah sich die Live-Sendung auf dem Marienplatz an. Fotos (8): Jazbec

„Hey Weilheim, der BR ist da, der Volker kann den Text sogar. Die ganze Stadt ist wie verhext“, sang Moderator Volker Heißmann in der Livesendung „Auf geht’s zum Landesmusikfest“ vom Bayerischen Rundfunk auf dem Marienplatz.

Recht hatte Heißmann. Weilheim war wie verhext. Um 20 Uhr war der Marienplatz voll mit Weilheimern, Besuchern und vor allem Trachtlern und Musikern. Jeder wollte so nah wie möglich an die Bühne heran, um das Spektakel, was an diesem Abend geboten wurde, zu sehen: Toni Bartl’s Recyklang begeisterte die Zuschauer mit Instrumenten wie der Reservekanistergitarre, dem Reisealphorn oder der live gebastelten Flöte. Bei dem Stück „Sierra Madre“ sangen und schaukelten alle Besucher fröhlich mit. Katharina Mayer, Expertin im Volkstanz, forderte alle Zuschauer vor Ort auf, vor allem Bürgermeister Markus Loth, Landrat Dr. Friedrich Zeller und die Stadträte, den Hesseloher Springtanz zu tanzen. Gesagt, getan! Auch die Moderatorin Heike Götz und ihr Kollege Volker konnten den Rhythmen nicht widerstehen. Die „Global Kryner“ brachten mit ihrem Song „Alles nur geklaut“ und auch die Blassportgruppe Südwest eine super Stimmung auf die mit großen Notenblättern und Musikinstrumenten dekorierte Bühne. Die Schüler der Bläserakademie „advanced“ spielten dann einige ruhigere Töne an. Sie begleiteten die Sandmalerin Maya. Sie versetzte mit ihren Bildern aus Sand den einen oder anderen Zuschauer ins Staunen. Auf einer englischen Postkutsche aus dem Jahr 1875 kamen dann Andreas Nemitz, Inhaber von Coaching in Bavaria auf Gut Kerschlach, und Heißman auf den Marienplatz vorgefahren. Nemitz erzählte von den Kutschenfahrten, die bis zu 700 Kilometer lang sein können. Die Wette Ein bisschen „Wetten, dass...“-Stimmung kam schon auf, als die Moderatoren die Weilheimer zu folgender Wette aufforderten: Zehn Weilheimerinnen in Lederhose und zehn Weilheimer im Dirndl müssen sich gegen Ende der Sendung am Stadtmuseum treffen und zusammen „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht“ singen. Vor der Tuba-Dusche fürchten mussten sich Bürgermeister Loth oder der BR-Moderator . Denn dem Verlierer der Wette winkte eine feuchte Abkühlung. Den rettenden Teilnehmern der Wette versprach Loth Freibier. Die ganze Sendung über blieb es für den Bürgermeister spannend. Kommen 20 Weil­heimerInnen zusammen und retten ihren Ratshauschef vor der kalten Dusche? Um 21.30 Uhr kam dann die Erlösung! Junge sowie ältere Weilheimer liehen sich das Dirndl oder die Lederhose von der Frau, der Mama oder vom Papa aus und kamen zur Bühne. Auch der zweite Bürgermeister Ingo Remesch und Mesner Roland Schwalb waren unter den vielen Sänger­Innen. Remesch brachte ein Akkordeon mit. Nach gewonnener Wette freute sich der Bürgermeister auf das, was bevorstand. Volker musste sich unter die Tuba-Dusche stellen. Er zog Schuhe und Jackett aus und wartete auf das kalte Nass von oben. Nachdem die Weilheimer von zehn nach unten gezählt hatten, löste Loth die Tuba-Dusche aus und das Wasser prasselten auf den BR-Moderator nieder. „Die Sendung war einfach spitze! Ich habe mich sehr über den gelungenen Abend und über die gewonnene Wette gefreut“, so Loth am Ende.

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