TSV nutzt Trikot-Tag um auf beengte Hallensituation hinzuweisen

Zeichen für den Vereinssport

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An der Diskussionsrunde zur Hallensituation in Weilheim auf dem Marienplatz beteiligten sich (v. li.) Walter Kurzrock, Marion Lunz-Schmieder (Stadträtin), Gerald Weingessl (TSV), Angelika Flock, Horst Martin, Walter Weber, Markus Loth, Eva-Maria Schweiger, Albert Schencking (BLSV) und Bernhard Kammhuber.

Weilheim – Farbe für den eigenen Verein bekennen. Das ist die Zielsetzung des „Trikot-Tag der Sportvereine“, zu dem der Bayerische Landessportverband (BLSV) seit ein paar Jahren aufruft. Der TSV Weilheim beteiligt sich daran regelmäßig. Diesmal kamen dazu rund 200 Kinder und Erwachsene auf den Marienplatz zusammen, um ein Zeichen für den Sportverein in der Kreisstadt zu setzen.

Die TSV-Verantwortlichen nutzten die Gelegenheit zudem, die Kommunalpolitiker zusammen mit Verbandsfunktionären auf die seit Jahren problematische Hallensituation in Weilheim hinzuweisen. „Wir haben in Weilheim immer noch elf Turnhallen wie schon 1972“, erklärte TSV-Vizepräsidentin Eva-Maria Schweiger die beengte Situation, nachdem die Stadt und der Sportverein in diesen fast 50 Jahren enorm wuchsen. „Wir brauchen die Sporthallen, nicht um olympische Rekorde zu brechen, sondern einfach um den Kindern Sport anzubieten“, ergänzte Schweiger. Um die Situation zu verbessern hat der TSV einen mehrstufigen Plan erarbeitet, der auch immer wieder Thema im Arbeitskreis zusammen mit Vertretern der Stadt ist. Der erste Teil ist der Anbau Nord am Sportzentrum, der inzwischen genehmigt ist. Der zweite betrifft die am Gymnasium geplanten Turnhallen als Ersatz für die beiden Alten und der dritte die Erweiterung der Röntgenhalle um einen Hallenteil. „Am Gymnasium brauchen wir eine 2+X+1 Halle,“ erläuterte Walter Kurzrock, der beim TSV für die Sportstätten zuständig ist. Das X, mehr Deckenhöhe und eine Empore als kleine Tribüne, müsse die Stadt übernehmen, genauso wie den Ausbau der Röntgenhalle, um diese unter anderem für Basketball wettkampffähig zu machen. Mit der Erweiterung könnte dann auch die benachbarte Förderschule dort untergebracht werden, die für ihren Sportunterricht bisher per Bus zur Hardtschule fährt, die inzwischen auch schon aus allen Nähten platzt. „Die Planung am Gymnasium ist schon sehr konkret, wir führen da als Stadt bereits Gespräche mit dem Landkreis wegen dem X“, erläuterte Bürgermeister Markus Loth. „Die Planung für die Röntgenhalle ist vergeben, da muss man sehen wie es mit der Förderung läuft“, ergänzte der Rathauschef zum aktuellen Stand. „Der komplette Stadtrat steht hinter dem TSV und dem Sport“, meinte Stadtrat Walter Weber. „Wie wichtig das Thema ist, zeigt auch, dass alle drei Bürgermeister heute da sind“, erklärte Angelika Flock, dritte Bürgermeisterin, die, wie Horst Martin, zweiter Bürgermeister, an der Gesprächsrunde teilnahm.

„Schul- und Vereinssport ist wichtig. Der BLSV als Interessenvertreter unterstützt die Kommunen und Vereine beim Ausbau der Sportstätten und in Weilheim wird da viel getan“, lobte Bernhard Kammhuber in seiner Funktion als Beisitzer beim BLSV die Bemühungen aller Beteiligten die Hallenproblematik in der Kreisstadt zu entschärfen.

Von Roland Halmel

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