Zwei weitere Akteure mit im Boot: Weilheim erfüllt jetzt Kriterien für Fairtrade-Town

"Regional, Bio, Fair"

+
Engagieren sich für die Fairtrade-Towns Kampagne: V.li.: Anneliese Back und Bürgermeister Horst Martin (Steuerungsgruppe), Romana Asam (Freie Wähler), Manfred Stork, Maria Edenhofer (Weilheim-Schongauer Land), Pfarrer Eberhard Hadem und Dr. Brigitte Honold.

Weilheim – Die Stadt Weilheim soll laut Stadtratsbeschluss vom 20. Oktober 2016 unter dem Motto „Regional-Bio-Fair“ das Zertifikat Fairtrade-Town führen. Dazu braucht es neben einem Steuerungsteam genügend Teilnehmer aus Einzelhandel, Gastronomie, Schulen, Vereinen und anderen Organisationen. Mit zwei weiteren Kooperationspartnern ist das Ziel jetzt in greifbare Nähe gerückt.

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Weilheim und die Solidargemeinschaft Weilheim-Schongauer Land e.V. machen nun ebenfalls mit. Wie Pfarrer Eberhard Hadem vergangene Woche beim offiziellen Beitritt im Rathaus in Aussicht stellte, soll künftig bei kirchlichen Veranstaltungen fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt werden. Hadem, der die Fairtrade-Town-Aktion „mit dem Herzen bejaht“, könnte sich eine Ausweitung dieses „kleinen, bescheidenen Beitrags“ durchaus vorstellen. In seiner Kirchengemeinde werde eifrig darüber diskutiert, „was wir uns leisten können“, berichtete Hadem bei dem Treffen.

In die Geschenkkartons, welche die Solidargemeinschaft Weilheim-Schongauer Land je nach Wunsch der Auftraggeber individuell mit regionalen fair gehandelten Lebensmitteln befüllt, wird fortan eine fair gehandelte Schokolade dazu gelegt, erklärte die Vorsitzende Dr. Brigitte Honold.

Nach Auskunft von Agendakoordinator Manfred Stork sind die Kriterien für die Zertifizierung erfüllt, so dass Mitte August in Köln der Antrag eingereicht werden kann. Die Zeichen stehen gut, dass Weilheim noch heuer Fairtrade-Stadt wird. Mit der Zertifizierung allein ist es aber nicht getan, ergänzte Anneliese Back vom Steuerungsteam. Veranstaltungen werden folgen, in denen über den fairen Handel auf allen Ebenen aufgeklärt wird. Alle zwei Jahre wird überprüft, ob die Voraussetzungen für das Siegel, mit dem sich die Teilnehmer verpflichten, fair gehandelte Produkte zu verwenden oder zu verkaufen, noch erfüllt werden.

Den „politischen Schubs“ für die Bewerbung, wie es zweiter Bürgermeister Horst Martin formulierte, gab im April 2016 ein Antrag der Freien Wähler. Bei der Unterstützung des fairen Handels sind Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung gefordert. Einige Kommunen im Umkreis führen das Fairtrade-Siegel bereits: Dazu zählen Steingaden, Seehaupt, Iffeldorf, Penzberg und Murnau.

Von Maria Hofstetter

Auch interessant

Meistgelesen

Faulturm, Stromspeicher und mehr
Faulturm, Stromspeicher und mehr
Zeitgewinn durch Warnsystem
Zeitgewinn durch Warnsystem
Instandhaltungsfahrzeug (MISSGAF)
Instandhaltungsfahrzeug (MISSGAF)
Ein Fest für Augen, Mund und Ohren
Ein Fest für Augen, Mund und Ohren

Kommentare