Barfuß zur Verleihung

Weilheimer Abiturient*innen bekamen Zeugnisse

Preisträger Abiturienten
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Die Preisträger (nach Noten/Preisen und Alphabet): Nicole Heigl (1,0), Benedikt Meyer (1,0 und Preis der Freunde und Förderer des Gymnasiums sowie Preis der Gesellschaft deutscher Chemiker), Annika Preuß (1,0), Jonas Kaspar (1,1 und Preis der Gesellschaft deutscher Chemiker), Tamina Molzberger (1,1), Rebecca Urban (1,1), Simon Winter (1,1), Tobias Zerhoch (1,1 und Preis der Gesellschaft deutscher Chemiker), Julia Becker (1,2), Matthias Haller (1,2 und Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft), Jens Himstedt (1,2), Magdalena Moy (1,2), Lukas Grünwald (1,3), Milena Hughes (1,3), Maria Stenzer (1,3), Anton Wasl (1,3), Korbinian Neuner (Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung), Judith Ranke (Ehrennadel des Deutschen Verbandes der Altphilologen für Griechisch), Maximilian Weinheimer (Ehrennadel des Deutschen Verbandes der Altphilologen für Latein).
  • Ursula Gallmetzer
    VonUrsula Gallmetzer
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Weilheim – Durch die Pandemie hatten die diesjährigen Abschlussklassen ganz neue Herausforderungen zu meistern. Dennoch gelang es den Weilheimer Abiturient*innen ihr Reifezeugnis zu erlangen. Und das sogar mit vielen herausragenden Noten. Am letzten Freitag wurden die Zeugnisse übergeben.

Es war ein ungewöhnlicher Anblick: Turnschuhe zum Ballkleid, Badeschlappen zum schwarzen Zweireiher, wollbesockte Zehen statt Haferlschuhe zu der Lederhose: Untenrum mussten die Festgäste in der Jahnhalle – die Stadthalle war bereits belegt – blankziehen. Trotz mehrfachen Bittens seitens des Elternbeirats bestanden die Zuständigen beim Landratsamt darauf, dass Straßenschuhe beim Betreten des Raumes abgelegt werden müssen. Oben gab es dafür etwas mehr Verhüllung, denn natürlich galt auch bei der Verleihung der Abiturzeugnisse Maskenpflicht abseits des eigenen Platzes.

Die Umstände der Veranstaltung waren zusätzlich erschwert. Nur eine begrenzte Anzahl von Menschen durfte in die Turnhalle. Jeder musste sich anmelden und bekam feste Plätze mit Abstand zu anderen zugewiesen und dann wurde auch noch die Schuldirektorin krank. Und trotzdem: Es gelang den Schülern und ihren Helfern, eine würdige und festliche Feier zu organisieren. Sogar an Livemusik fehlte es nicht. Statt der Big Band – die im Anschluss noch auf dem Sportplatz spielte – gab es aerosolreduziertere Klänge von Rowan Tree Hill.

Die Weilheimer Schüler reihen sich in die hervorragenden bayernweiten Ergebnisse ein. Der Schnitt liegt in Weilheim bei 2,08. 65 von 144 Abiturienten haben eine Eins vor dem Komma. Die stellvertretende Schulleiterin Adelheid Meyer lobte in der Rede, die Direktorin Beate Sitek bereits vorbereitet hatte, die Leistung der Absolventen und sprach ihnen Mut zu. Es sei wichtig, Erfahrungen zu machen und offen für das Unerwartete zu sein. „Es gibt eine Menge zu tun und die Welt wartet auf Sie“, schloss Meyer ihren Vortrag. Als Vertreterin des Elternbeirats wandte sich Bianca Heigl an das Publikum. Sie zollte den Schüler Respekt, im „Ausnahmezustand als Dauerlösung“ dennoch den steinigen Weg geschafft zu haben. Den „digitalen Eintopf“, den mancher Lehrer mit Empathie und extra Fragestunden gewürzt habe, habe den Abiturienten gutgetan.

Dennoch gab es auch einen Seitenhieb an die LehrerInnen, die sich weniger engagiert haben, sich in Zukunft noch steigern zu können. Auch die Eltern, deren „Prachtspross nun mit Reifezeugnis bewaffnet ins Leben hinausgeht“ bedachte Heigl. Sie sollen sich künftig etwas zurücknehmen und ihren Kindern nur noch als Berater zur Seite stehen. An die Jugend appellierte sie: „Ihr könnt wirklich alles schaffen.“ Heigls Tochter Nicole, eine der drei Schüler mit einem Schnitt von 1,0, hatte gemeinsam mit Leo Greinwald eine kurzweilige und amüsante Rede im Gepäck. „Durch die Pandemie fiel vieles weg, was eigentlich fester Bestandteil der Oberstufe war. Unterricht in erster Linie“, sahen sie die Situation mit viel Humor. Sie dankten den Lehrern, die sie durch „fachliche Kompetenz oder ihren interessanten Unterricht“ beeindrucken konnten und die „immer ein offenes Ohr hatten und für uns da waren und so zu echten Bezugspersonen und Freunden wurden“. Ihre Mitschüler riefen sie dazu auf, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die Welt zu verändern und zu verbessern: „Es liegt an unserer Generation, neue Wege zu gehen und unsere eigenen Spuren zu hinterlassen.“

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