1. Weilheimer Energiemesse lockt nahezu 1000 Besucher an – Wiederholung ist geplant

Die 1. Weilheimer Energiemesse war ein voller Erfolg. Fast 1000 Besucher informierten sich bei den 32 Ausstellern über energieeinsparende Maßnahmen in den eigenen vier Wänden. Eine positive Bilanz angesichts der vielen Veranstaltungen, die zeitgleich im gesamten Landkreis stattgefunden haben. Dass der Landkreis eine absolute Vorreiterrolle inne hat, stellte Landrat Dr. Friedrich Zeller bei seinem Besuch der Messe in der Weilheimer Stadthalle fest. Trotz des großen Zuspruches soll die Messe nicht jährlich stattfinden.

Die Premiere ist gelungen: Obwohl die Besucherresonanz bei der 1. Weilheimer Energiemesse am vergangenen Wochenende leicht hinter den Erwartungen zurückblieb, zogen die Organisatoren ein durchweg positives Fazit. Sowohl bei den 32 Ausstellern als auch bei den etwa 1000 Besuchern sei die Stimmung, was Aufträge und Beratung anbelangt, „sehr gut“ gewesen, resümierte Justina Eibl. „Viele Hersteller haben schon nachgefragt, wann denn die nächste Messe stattfindet“, sagte die Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung im Landratsamt. Besonders die Stände für Solar- und Wärmepumpentechnik sowie für energetische Wärmeisolierung hätten starkes Interesse hervorgerufen. „Voll ausgebucht“ waren laut Eibl zudem die Energieberatungen und die zahlreichen Fachvorträge, die von den Besuchern mit jeder Menge Applaus bedacht worden seien. Bereits bei der offiziellen Messeeröffnung am Samstagvormittag zeigte sich Landrat Dr. Friedrich Zeller „erstaunt darüber, wie viele energieorientierte Firmen es in der Region gibt“. Die Dichte an Professionalität und Innovationen, so der Schirmherr, sei „unglaublich“ und ein Indiz dafür, dass der Landkreis vor allem in punkto Solartechnik eine „absolute Vorreiterrolle“ einnehme. Von der Energiemesse erhofft sich Zeller wichtige Impulse für die lokale Energiewende, die seiner Meinung nach „von ganz zentraler Bedeutung“ ist: „Wir haben das ernsthaft vor. Wir wollen nicht mehr von den Arabern und Russen abhängig sein“, unterstrich Zeller die Vision eines energieautarken Landkreises. Der Wandel vom „Pfaffenwinkel zum Sonnenwinkel“ sei aber nicht von der öffentlichen Hand alleine zu bewerkstelligen, sondern müsse von Privatinitiativen unterstützt werden. „Jeder Einzelne ist dabei gefragt“, lautete Zellers eindringlicher Appell. Nach Einschätzung von Wolfgang Haas, dem Leiter der Energieberatung Ammer-Lech-Loisach, hat sich bei vielen Landkreisbürgern bereits ein Umdenkprozess eingestellt. Das Thema Energieein-sparung werde unter anderem wegen der angebotenen Fördergelder (bis zu 30 Prozent) und der steigenden Energiepreise bei Weitem „nicht mehr so stiefmütterlich behandelt wie früher“. Laut Haas habe man bei der Organisation der Messe darauf geachtet, die energetische Häusersanierung komplett abzudecken und nicht auf einzelne Gewerke zu beschränken. Wie Justina Eibl bestätigte, sollte den Messebesuchern das breite Spektrum der baulichen Energiesparlösungen präsentiert und ein „ganzheitlicher Denkansatz“ vermittelt werden: „Einzelne Maßnahmen sind oft nicht der große Wurf“, mahnte sie. Um keine Konkurrenz zu den Energietagen in Peiting und Penzberg zu schaffen, soll die gemeinsam vom Landkreis, der Energieberatung Ammer-Lech-Loisach und den Vereinigten Sparkassen Weilheim organisierte Fachmesse erst wieder in zwei bis drei Jahren über die Bühne gehen. Dann aber bereits im Februar oder März – also noch vor Beginn der Bausaison: „Die Dauer von zwei Tagen war optimal. Der Zeitpunkt im Mai aber schon relativ spät“, analysierte Eibl im Rückblick.

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