Zwei Drittel des Fördertopfs sind ausgegeben

Weilheimer fahren auf Lastenräder ab - Schon 10 000 Euro Radverkehr-Förderungen

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Familie Pelka aus Weilheim freut sich über ihr neues Premium-Lastenfahrrad, mit dem Papa Alexander die Kinder Johanna (Mitte) und Ben allmorgendlich in den Kindergarten bringt.

Weilheim – Seit Anfang Mai gibt es das „Förderprogramm Radverkehr“ der Stadt Weilheim zur Anschaffung von Lastenfahrrädern sowie Lasten- und Kinderanhängern für Fahrräder. Und es scheint ein Erfolgsrezept zu sein: Bis Ende Juli waren rund 50 Anträge eingegangen und der 15 000 Euro-Topf schon zu zwei Dritteln ausgereicht, überwiegend private Antragsteller kamen bisher zum Zug.

„Wir haben die Anträge alle zeitnah und schnell bearbeitet“, erzählt Stefan Frenzl von der Stabsstelle Mobilität und Verkehr bei der Stadt Weilheim. Anhand der Förderrichtlinien wurden sämtliche Anträge geprüft. „Nur in Einzelfällen mussten wir leider den Antrag zurückweisen, wenn das angeschaffte Objekt nicht in die Förderkulisse passte.“

Förderfähig sind bei dem Programm nur Transportmittel, die innerhalb der letzten 30 Tage vor Antragstellung erworben wurden. Und natürlich können Interessenten schon vor der Anschaffung bei der Stadt nachfragen, ob das gewünschte Transportmittel grundsätzlich förderfähig ist.

Die Förderung ist eine sogenannte „freiwillige Leistung“ der Stadt, so dass kein Rechtsanspruch auf die Bewilligung der Zuwendung besteht. Für heuer wurde das Programm auf 15 000 Euro begrenzt. „Aber ich hoffe, wir können es weiterführen“, meint Frenzl.

Auch den „buy-local“-Gedanken hatte man seitens der Stadt auf dem Schirm, weshalb es eine klare Empfehlung an die Käufer gab, entsprechende Anschaffungen bei heimischen Fachgeschäften zu tätigen. Dass nachhaltiger Konsum den Antragstellern auch ein Anliegen ist, betonte der Chef der Stabsstelle in diesem Zusammenhang.

Frenzl treiben aber auch bereits neue Ideen um. So gibt es Überlegungen, ob die Stadt nicht ein Lastenrad zum Verleih anbieten könnte. Allerdings ist man noch auf der Suche nach einer Buchungsplattform für das Internet. „Eventuell ergibt sich hier etwas zusammen mit Carsharing, aber das ist alles noch vage“, hält sich Frenzl bedeckt.
Von Bianca Heigl
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