"Weilheimer Glaubensfragen 2018" machen das Selbstverständliche zum Thema

Alles ist im Wandel

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Prof. Dr. Stefan Hölzl, Leiter des RiesKraterMuseums Nördlingen sowie des Zentrums für Rieskrater- und Impaktforschung Nördlingen, gestaltete letztes Jahr den Auftakt der Weilheimer Glaubensfragen.

Weilheim – Warum greifen die „Weilheimer Glaubensfragen“ heuer thematisch etwas so Selbstverständliches wie den Wandel auf? An Übergängen von einer Epoche in die nächste wird ein Wandel besonders spürbar, hält Stadtpfarrer Engelbert Birkle erklärend fest. Nach Jahrzehnten eines „beschleunigten Wandels“ würde die Gesellschaft derzeit wohl in einer solchen Wende stehen, die vieles, was bisher gültig, erfolgreich sowie prägend war, in Frage stellt.

Eine Hauptaufgabe sei es deshalb, diesen Wandel zu bestehen, ihn zu gestalten. Und genau hier würden die „Weilheimer Glaubensfragen 2018“ ansetzen.

Das Vorbereitungsteam, von dem neben Pfarrer Birkle noch Martin Gregori, Diakon Stefan Reichhart, Sylvia Kluthe und Nicole Mundigl zu einem Pressegespräch ins Pfarramt der Weilheimer Pfarreiengemeinschaft gekommen waren, hat sich also wieder auf die Suche nach Referenten begeben, „deren Stimme im Ringen um den Wandel Gewicht hat“, wie es Birkle im Vorwort zum Vortragsprogramm formuliert.

Von dem Wandel, in dem wir uns befinden, werde alles erfasst: „Wie Familie geht“ müsse neu geklärt werden. Menschen, die in politischer oder kirchlicher Verantwortung stehen, müssten sich ebenso neuen Herausforderungen stellen.

Circa 13 000 Besucher haben sich seit 2011, über die Landkreisgrenzen hinaus, für die „Weilheimer Glaubensfragen“ interessiert, die heuer in die achte Runde starten mit dem Titel „Alles im Wandel – Nix is fix?!“ Im Schnitt wurden die Veranstaltungen im „Haus der Begegnung“ an der Römerstraße von 250 bis 300 Teilnehmern besucht, bei populären Referenten hieß es bei bis zu 500 Gästen Stühle zusammenrücken.

Neues Mitglied im Organisationsteam ist Nicole Mundigl, die sich um die Homepage kümmert und die Glaubensfragen stärker „nach draußen trägt“, wie es beim Pressegespräch hieß. Wer unter www.weilheimer-glaubensfragen.de einen Newsletter bestellt, wird ständig auf dem Laufenden gehalten.

Den Veranstaltern ist wichtig, dass das Programm nicht nur auf eine bestimmte Religion ausgerichtet ist, sondern interkulturell gestaltet wird. „Wir wollen die gesellschaftliche Diskussion anregen“, sagt Mitorganisator Gregori – und – ergänzt Diakon Reichhart: „..mit den Glaubensfragen die Menschen herausfordern.“ Eine gewisse Neutralität müsse beim Hinterfragen des aktuellen Zeitgeschehens gewahrt bleiben, auch im Hinblick auf die an die Vorträge anschließenden Diskussionsrunden.

Veranstaltungsort für die Abende der Glaubensfragen ist wieder das Haus der Begegnung. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen. Bis auf den letzten Themenabend beginnen alle Veranstaltungen um 20 Uhr, der Vortrag mit Volker Kauder bereits um 19 Uhr. Am 29. Juni werden Schwester Anita vom „Haus Emmaus“, Eva Muche von der „Weilheimer Tafel“ und Monika Funk, Geschäftsführerin Caritasverband Weilheim-Schongau, die lokale Situation schildern. Dazu werden Vertreter der Kommunalpolitik eingeladen.

Programm

Professor Bernhard Spielberg

Montag, 23. April, 20 Uhr, „Kirche im Umbruch – Was geht? Was bleibt? Was kommt?“

Birgit Kelle

Donnerstag, 3. Mai, 20 Uhr,  „Familie – was bleibt, wenn sie geht?“

Dr. Jörg Bremer

Montag, 14. Mai, 20 Uhr, „Papst Franziskus – Aufbruch oder Verunsicherung?“

Dr. rer. nat., Mag. Phil. Boglarka Hadinger

Montag, 18. Juni, 20 Uhr, „Das hat doch alles (k)einen Sinn! – Brüche im Leben“

Volker Kauder

Freitag, 29. Juni, 19 Uhr, „Solidarität und Gerechtigkeit – eine unlösbare Aufgabe?“

Von Maria Hofstetter

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