Stadt Weilheim: Hochwasserschutz hat höchste Priorität

"Knapp an Katastrophe vorbei "

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So langsam normalisiert sich der Wasserspiegel der Ammer. 

Landkreis – „Danke an alle Helfer, die an diesem Wochenende im Einsatz waren, und Schlimmeres verhindert haben“, sagte Bürgermeister Markus Loth bei einem kurzfristig geplanten Pressetermin am Montag zum Hochwasserstand in Weilheim.

Das THW, mehrere Feuerwehren, der Betriebshof, Mitarbeiter aus dem Rathaus und dem Landratsamt sowie Ingo Remesch waren ständig am Waitzackerbach und Angerbach und kontrollierten die Situation. Land unter in Weilheim Es war am Sonntag gegen 17 Uhr: Der Rückhaltedamm an der Tankenrainer Straße ist noch nicht ganz fertig. Der Waitzackerbach trat südlich des schon bestehenden Dammbauwerks bereits über die Ufer und lief in die für ihn vorhergesehenen Rückhalteflächen. Der vorhandene Betriebsauslass im Damm wurde kurzerhand geschlossen. Zusätzlich wurde auf der Höhe der jetzigen Zufahrt zum Becken ein zweiter Auslass gelegt. Ein Bagger, der schon tief im Wasser stand, füllte den Damm auf. Somit konnte das bis dorthin angestaute Wasser über die Tankenrainer Straße in den Graben nördlich der Straße und ins Weilheimer Moos geleitet werden. „Hätte das nicht funktioniert, dann hätten wir die Straße aufgerissen, um das Wasser kontrolliert ins Moos fließen zu lassen“, erklärte Loth, „wir sind knapp an einer Katastrophe vorbei.“. 21.30 Uhr: Die Hochwasserlage in Eberfing war kritisch. Das Rückhaltebecken war schon fast voll. „Aber nachts gegen halb drei entspannte sich die Situation, als es aufgehört hatte zu regnen“, erklärte Andreas Wunder, Leiter des Ordnungsamtes. Am Sonntagnachmittag sperrte die Oderdinger Feuerwehr die Brücke zwischen Weilheim und Peißenberg. Ein Bagger musste ganze Bäume unter der Brücke herausholen, die das Wasser mitgespült hatte, damit die Ammer nicht über die Brücke fließt. „Im Landkreis waren einige Keller voll, das Grundwasser war auch gestiegen. Einige Problemfälle, wie der überflutete Campingplatz in Peißenberg oder die Schrebergärten, gab es an diesem Abend“, erklärte am Montagmorgen der Pressesprecher des Landratsamtes, Hans Rehbehn. Loth hatte versichert, dass aufgrund dieser Erlebnisse, der Hochwasserschutz im Osten und Westen von Weilheim weiterhin höchste Priorität habe und mit Nachdruck betrieben werde. Wann der Hochwasserschutz an der Tankenrainer Straße beendet sein wird, ist laut Loth noch nicht sicher. „Aber es ist für Ende Juli angedacht, und die Baufirma hatte das auch so unterzeichnet. Das war von Anfang an eine batzige Baustelle“, so der Bürgermeister.

Von Alma Jazbec

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