Rund 1200 Besucher auf dritter Weilheimer Kunstmesse – Lebhafter Austausch mit den Künstlern

Ein Marktplatz für Kunstliebhaber

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„Müllers Kuh“ nennt Richard Gruber, gebürtig aus Apfeldorf, seine Bronzefiguren, angelehnt an den Kinderreim „Ich und du...“ Es lohnt oft nicht, sich über eine Sache aufzuregen, interpretiert der Künstler sein Werk. Wie recht er hat!

Weilheim – Kunst kann zum Nachdenken anregen, inspirieren, begeistern, heilsam wirken. Und Kunst braucht Mut! Diesen bewies das Kunstforum Weilheim e.V. mit seiner dritten Auflage der Kunstmesse. Vom 3. bis 5. Mai gaben 47 professionell arbeitende bildende KünstlerInnen in der Stadthalle Einblick in die Bandbreite der zeitgenössischen Kunst- szene im süddeutschen Raum.

Das Besondere auf dieser Produzentenmesse war, dass „die Künstler ihre Kunst selbst zu Markte tragen konnten“, wie der Schirmherr Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim Museums in Bernried, bei der Eröffnung am Donnerstag betonte. Da die Aussteller an allen drei Tagen anwesend waren, bot sich Besuchern sowie Künstlerkollegen reichlich Gelegenheit zum Austausch. Bürgermeister Markus Loth zollte dem Organisationsteam, der Jury für die Künstlerauswahl, den Ausstellern und Förderern seinen Respekt. Landrätin Andrea Jochner-Weiß stellte fest: „Wer sich mit der Gegenwartskunst im Landkreis auseinandersetzen will, ist hier richtig.“ Die „Gruberei“ aus Apfeldorf ermutigte Landrätin und Bürgermeister mit heiteren Liedtexten zum Kunstkauf. Diese Aufforderung griff der Schirmherr auf, um das weit verbreitete Bild vom „armen Künstler“ zurechtzurücken. Ein Künstler brauche eine wirtschaftliche Grundlage, denn: „Ohne Geld gibt es keine Kunst.“ Wenn Kunst und Kommerz zu ihrem Recht kommen, könne Faszinierendes geschehen, wie die Wieskirche und das Buchheim Museum erfolgreich gezeigt hätten. Kunst, so Schreiber, „ist inneres Erleben. Wenn es einen packt, dann ist es gute Kunst. Entscheiden Sie selbst!“

Susanne Kohler, erste Vorsitzende des Kunstforums, dankte dem Messeleitungsteam um Andrea Kreipe, Marinus Wirtl, Wolf Schindler und Christine Fremmer: „Es braucht viel Kraft von der Idee bis zur Umsetzung. Wir können stolz sein auf das Geschaffene.“

Circa ein Drittel der Aussteller sind Mitglieder im Kunstforum Weilheim. Nach drei Messetagen mit einem äußerst interessierten Publikum, ähnlichen Verkaufszahlen wie in 2017 und bewusst reduzierter Ausstellerzahl zog Kreipe Bilanz: „Die Stimmung war sehr entspannt, es gab viele intensive Gespräche.“ Die gute Unterstützung vor Ort wertet sie als Zeichen dafür, „dass sich die Kunstmesse in Weilheim etabliert hat“.

Von Maria Hofstetter

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